★★★★★
k.A.
12.05.2026
ean-shopping.de
Das Buch ist eine sehr ansprechende und zum Nachdenken anregende Lektüre, die mir viel über Glück und menschliche Beziehungen vermittelt. Obwohl ich die Botschaft sehr gut fand, hätte ich mir eine etwas tiefere Auseinandersetzung gewünscht.
★★★★★
k.A.
12.05.2026
ean-shopping.de
Die Schrift ist klein gedruckt, was beim langen Lesen etwas mühsam ist. Der Zeilenabstand ist recht eng, das macht die Seiten etwas dicht.
Gut geschrieben, hilfreich.
Viele Personen, die in Büchern, Theaterstücken, Filmen oder Comics vorkommen, können nur als schwierige Menschen bezeichnet werden - schwierig insbesondere für alle anderen Menschen. Gleiches gilt allerdings auch für Menschen in der realen Lebens- und Berufswelt. Extrem formuliert haben nahezu alle - und manche eben sicht-, hör- und fühlbarer als andere - ein Quentchen Wahnsinn in sich. Jeder ist solchen in ihrem Verhalten leicht auffallenden Menschen bereits in einer nicht gerade kleinen Zahl begegnet. Mit diesen schwierigen Menschentypen befaßt sich das Buch "Der ganz normale Wahnsinn - Vom Umgang mit schwierigen Menschen" von François Lelord und Christophe André (Aufbau-Taschenbuch 1687). Diese französischen Psychologen haben ein humoristisches Plädoyer für die Akzeptanz dieser Charaktertypen, die die Welt nur aus ihrer Perspektive wahrnehmen, geschrieben. In der Einleitung werden verschiedene Formen der Klassifizierung von Persönlichkeiten dargestellt - vom Hippokrates bis Cloninger. Die Autoren selbst haben eine Reihe von markanten Persönlichkeitstypen ausgewählt, die anscheinend in allen Ländern und allen Epochen wiedergefunden werden können. Sie reichen so von ängstlichen, paranoiden und histrionischen über zwangshafte, narzißtische und schizoide bis zu depressiven, dependenten und selbstunsicheren Persönlichkeiten. Der Beginn jeder Persönlichkeitsbeschreibung ist ein Fallbeispiel, wo der jeweilige schwierige Typ beispielhaft dargestellt wird. Ergänzt werden diese Fallbeispiele um Abschnitte, wie das Umfeld auf diesen Typ reagiert, wie dieses Verhalten krankhaft werden kann, woher es kommt, welche Beispiele es z.B. in Literatur und Film gibt und wie man als Dritter damit zurechtkommen kann. Wenngleich es nicht immer leicht ist, die Verhaltsauffälligkeiten dieser Personen zu verstehen, versteht man sie besser, wenn man das Buch von François Lelord und Christophe André gelesen hat, und kommt man mit diesen besser zurecht und kann sich nicht nur bei der Lektüre, sondern auch später (insgeheim) über diese Schrullen, Eigenarten, Marotten prächtig amüsieren. Insgesamt ein Sachbuch, das pfiffig und leicht lesbar geschrieben ist und allen, die mit schwierigen Mitmenschen zu tun haben - also allen - nur empfohlen werden kann.
Das Buch ist in verschiedene Kapitel unterteilt. Zu jedem Kapitel gibt es, neben einer genauen Beschreibung des jeweiligen Problems, Geschichten aus dem Alltag, in denen Menschen beschreiben, wie diese schwierigen Menschen im täglichen Umgang sich verhalten. Das ist sehr hilfreich, um sich ein Bild des auffälligen Verhaltens zu machen. Es gibt immer am Ende eines jeden Kapitels Tips, wie man sich verhalten kann, um mit diesen Leuten in Frieden leben zu können. Auch wird immer dargestellt, wie diese Menschen ihre Welt und ihre Mitmenschen wahrnehmen. Meiner Meinung nach ist das sehr wichtig, um besser ihr Handeln zu verstehen, sich selbst abgrenzen zu können und eine Möglichkeit zu finden, nicht ständig in Konflikt mit ihnen zu geraten.Ich hatte beim lesen des Buches das Gefühl, dass die Autoren sich sehr große Mühe geben, von einer breiten Leserschaft verstanden zu werden. Allerdings kommt an verschiedenen Stellen immer wieder Fachjargon durch, aber in erträglichem Maß.Alles in allem ein Buch, was einen nicht dümmer macht, dem aber Humor und Pfiff fehlt. Um sich zu informieren sehr gut, zum lesen etwas anstrengend und zähflüssig.