★★★★★
k.A.
21.08.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist eine wunderschöne und tief bewegende Geschichte, die mich emotional stark berührt und zum Nachdenken anregt. Die Darstellung des Verlusts und des Suchens nach Heimat ist meisterhaft und sehr fesselnd.
★★★★★
k.A.
21.08.2026
ean-shopping.de
Die Gestaltung des Buches wirkt sanft und weich. Die Zeichnungen sind sehr zart. Das Buch lässt sich gut lesen. Es eignet sich für Leser, die eine ruhige Atmosphäre suchen.
Many people will see themselves in Kala and find familiar what she has to leave behind in order to find safety. Very contemporary and well written. The illustrations are very gentle and sweet.
★★★★★
AJuM Sachsen-Anhalt
23.09.2023
amazon.de
Kala muss ihr Zuhause verlassen. Das wäre selbst mit ihrem Hasen sowie ihren Großeltern schwer gewesen. Ohne sie ist es kaum auszuhalten. Keiner hat mit Kala gesprochen, doch als die Koffer gepackt wurden, wusste sie, dass etwas Schlimmes geschehen war. Obwohl sie nachfragt, wohin sie gehen werden, bekam sie keine Antwort. Sie sollte sich nur beeilen. Kala hörte furchtbare Worte und alles schien grau. Sie fuhren Tag und Nacht mit dem Auto, schliefen manchmal unter freiem Himmel, stiegen dann zuerst in den Zug und dann in ein Boot. Angekommen in einer großen Stadt, in der alle eine andere Sprache als sie selbst sprachen, kamen das kleine Mädchen und ihre Eltern in ein Zeltlager. Als sie eines Nachts nicht schlafen konnte, saß sie im Gras. Im hellen, zuversichtlichen Licht der Morgensonne schöpfte sie neuen Mut und hatte plötzlich das Gefühl, dass Oma und Opa, der Kuschelhase und auch eine sehnlichst gewünschte Katze bei ihr waren. Waren sie es wirklich?„Zuhause“ zu rezipieren löst ein beklemmendes Gefühl sowohl bei jungen als auch bei älteren Leser*innen aus. Der Text ist klar verständlich, zumeist in Hypotaxen, geschrieben. Er verdeutlich die Einsamkeit und Angst, welches das kleine Mädchen Kala mit den roten Wangen verspüren musste, als sie ihr Zuhause verließ und auf der Flucht war. Die Illustrationen komplettieren die im Präteritum verfasste auktoriale Erzählung. Sie sind mit Aquarellfarben gezeichnet. Viele Gesichter und auch Hintergründe wirken unscharf. Die Farben, insbesondere die während der unvermittelten Flucht, sind überwiegend in Grautönen gehalten. Die Hoffnung und den Mut, den das Kind schöpft, schlägt sich auch in den hellen Farbtönen der Illustrationen auf den letzten Seiten nieder. Immer wieder ist das kleine, weiße Haus auf den Seiten zu entdecken. Das Zuhause, zieht sich damit als Motiv der Sehnsucht auch optisch durch das sehr empfehlenswerte Bilderbuch. Für den schulischen Kontext oder den Einsatz in Freizeiteinrichtungen ist es sehr gut einsetzbar und kann als wunderbare Impulsquelle genutzt werden.Weitere Rezensionen auf ajum.de
Wo gehöre ich hin, wenn meine Heimat verloren geht?Von einem auf den anderen Moment muss die kleine Kala ihr Zuhause verlassen. Zurück bleiben ihre Großeltern, ihr kleiner Stoffhase und das Haus, in dem sie glücklich war. Die Gründe versteht sie nicht, aber dass es dramatische sind, fühlt sie genau. Der Weg ist lang und beschwerlich, begleitet von der Angst vor dem Ungewissen und der Trauer um das Verlorene. Kala vermisst ihre Großeltern sehr, spürt aber die ganze Zeit, dass sie da sind und aus der Ferne auf sie aufpassen - und ihr mit dieser überwältigenden inneren Verbundenheit und Liebe Kraft geben, das, was vor ihr liegt, zu meistern. (Quelle: Amazon)Es ist ein Umstand der existiert, seitdem es Menschen auf der Erde gibt. Dann und wann verlassen manche Menschen ihr zu Hause und ihre Heimat. Manche, die sehr Priviligierten, tun es, weil sie es wollen, doch leider gibt es auch immer wieder Familien oder Einzelpersonen, die es tun, weil sie es müssen. Um letztere Gruppe geht es hier in diesem Buch.Erzählt wird die Geschichte von Kala, die von jetzt auf gleich mit ihren Eltern das Land verlässt und ihre Großeltern zurücklassen muss. Vermutlich verrät ihr niemand die Gründe, um sie zu schützen - doch nimmt sich auch niemand die Zeit mit ihr darüber zu sprechen um herauszufinden, dass sie es wissen wollen würde, da es für sie absolut unverständlich ist.Irgendwann gibt es für Kala eine Wende und aus ihrer Angst wird Zuversicht und Mut. Besonders an dieser Stelle muss man beim Vorlesen mit den Kindern ins Gespräch gehen und viel erklären, weil es sonst zu phantastisch und unverständlich sein kann.Insgesamt finde ich es eine schöne Geschichte mit sehr passenden Illustrationen. Erst als Kala wieder Hoffnung hat, werden auch die Bilder wieder bunter und fröhlicher und unterstreichen so auch optisch ihre Gefühlswelt. Ich bin mir nicht sicher, in wie weit sich dieses Buch zur Arbeit mit geflüchteten Kidnern eignet, aber man kann es definitiv nutzen, um mit Kindern allgemein ins Gespräch über Flucht und Heimatverlust zu kommen und ihnen so vieles begreiflich machen, was damit zusammenhängt.