Ich bin ein Freund von Begleitbüchern und Zugaben zu spannenden Hauptreihen. Mit einem Begleitbuch haben wir es hier nicht zu tun, wohl aber mit einer willkommenen Ergänzung zu den uns aus Lieder der Wälder bekannten Helle Barden. Man erfährt so einiges über Hintergründe und das Zusammenkommen und bekommt so einen besseren Einblick in die Charaktere und ihre Geschichte.Ob wir die Truppe im Laufe der Geschichte wohl nochmal so vereint sehen wie früher?
„Motten & Mandolinen“ ist ein Prequel zu dem Buch "Lieder der Wälder" von Marleen S. Meri, welcher auf 239 Seiten von einigen Ereignisse im Leben der Hellen Barden erzählt. Es ist in 7 Kurzgeschichten unterteilt. Zudem befindet sich vor dem Beginn der ersten Geschichte ein Glossar zu den Hellen Barden, in welchen jene kurz beschrieben und illustriert werden. Nach der Handlung folgt eine Danksagung.Während die Geschichten individuelle Ereignisse erzählen, die in ihrer Perspektive pro Charakter variieren, gibt es zwischendrin immer eine kleine Einleitung, welche eine gemütliche Atmosphäre erschafft und es erscheinen lässt, als würden jene Geschehnisse direkt von den Barden selbst erzählt werden. Dadurch werden alle 7 Geschichten an einem Abend erzählt, der nach den Geschehnissen aus "Lieder der Wälder" spielt.Titel: "Motten & Mandolinen" hat einen direkten Bezug zu der Buchreihe, zu welcher das Buch gehört. Die Motten werden zwar nicht direkt inhaltlich thematisiert, doch gilt es als Verbindung zu "Lieder der Wälder". Die Mandolinen stehen hierbei für die Barden und nehmen das Thema der Kurzgeschichtensammlung wieder auf: die Hellen Barden.Cover: Im Gegensatz zu "Lieder der Wälder" überzeugt das Prequel mit einem dunkleren Cover, gehalten in erdigen Tönen. Zu sehen sind im Hintergrund Stämme, vermutlich eines Waldes, während im Mittelgrund Liedzeilen zu sehen sind, die für die Bardenleider stehen. Im Vordergrund befindet sich eine verhangene Gestalt mit einer Mandoline - jedenfalls würde ich das so interpretieren, doch ganz klar ist es nicht. Der Titel setzt sich dagegen mit hellen Lettern im oberen Drittel des Covers ab. Insgesamt finde ich es sehr schön und besonders.Plot: Um nichts wegzunehmen, möchte ich nicht allzu viel verraten. Deshalb nur: es sind sieben komplett verschiedene Geschichten. Manche sind sehr humorvoll, andere wiederrum ernster und auch gibt es einige mystische Wesen der Wälder zu bestaunen. Zudem ist auch für Spannung und Action gesorgt - und für Waffeln und Katzen.Zudem wird die Entstehungsgeschichte der Hellen Barden erzählt, doch manche Hintergründe bleiben noch immer im Dunkeln, so auch die Vergangenheit von Olyvar und Caleb.Insgesamt sind die Geschichten also einfach und leicht, aber auch total spannend und haben mich voll in ihren Bann gezogen.Charaktere: Während ich in "Lieder der Wälder" die Frauencharaktere etwas bemängelte, war ich hier begeistert. Jede Bardin und jeder Barde bekommen hier ihren Moment und ihre individuelle Geschichte. Es werden ganz natürlich viele Details präsentiert und nachdem ich dieses Buch gelesen habe, sehe ich auch "Lieder der Wälder" ein wenig anders.Es wird einfach ein anderer Blick auf die Charaktere ermöglicht, der in diesem Ausmaß keinen Platz in der Hauptgeschichte gefunden hätte.Dennoch sind Nascha und Edeline meine absoluten Lieblinge!Fazit: Sehr schöne Geschichten, die mich zum Lachen und zum Mitfühlen gebracht haben, die den Charakteren einfach nochmal eine andere Stimme geben. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und freue mich auf weitere Teile!