★★★★★
k.A.
02.08.2026
ean-shopping.de
Ein sehr spannender Roman, der tiefgründige Themen wie Leben und Tod sowie die Beziehung zwischen Mensch und Natur wunderbar aufgreift. Allerdings finde ich die Erzählweise an einigen Stellen etwas zu dicht, was den Lesefluss leicht beeinträchtigt.
★★★★★
k.A.
02.08.2026
ean-shopping.de
Ein wirklich tiefgründiger und bewegender Roman, der mich mit seinen Themen über Leben, Tod, Mensch und Natur tief berührt. Die Erzählweise ist wunderschön und fesselnd.
★★★★★
k.A.
02.08.2026
ean-shopping.de
Super!
Was wie eine lose Aneinanderreihung von Einzelschicksalen beginnt, wird im zweiten Teil des Buches kunstvoll miteinander zu einem Gesamtwerk versponnen. Überraschende Wendungen und realistische, facettenreiche Einblicke in die verschiedenen Gesellschaftsschichten eines kleinen Dorfes lassen die 148 Seiten zu einem kurzweiligen Leseerlebnis werden. Die subtile und ikonische Sprache der Autorin erzeugt fast schon automatisch das zur jeweiligen Szenerie passende Bild im Kopf des Lesers. Fast unwillkürlich hält man nach jeder Geschichte kurz inne, um über das gerade Gelesene zu sinnieren. Eine Anhäufung von schmerzenden Enttäuschungen, begangenen Gemeinheiten, verpassten Chancen und die bittere Erkenntnis, dass sich vieles im Leben auch beim besten Willen nicht mehr reparieren lässt. Alles hängt mit allem zusammen, nichts ist so wie es scheint und am Ende kommt es anders als gedacht.Einmal in dieser nachdenklichen Stimmung, fällt es nicht schwer, sich selbstkritisch der eigenen Vergangenheit zu stellen. Gedanken jagen durch das Gehirn. Einiges hätte besser, anderes aber auch schlechter laufen können. Hoffentlich hat man im Leben anderer nicht zu viel Chaos angerichtet. Wenn man doch nur den einen oder die andere (noch) um Verzeihung oder um ein klärendes Gespräch bitten könnte.Es empfiehlt sich zwischen dem Lesen des ersten und zweiten Teils, nicht zu viel Zeit vergehen zu lassen. Ansonsten bekommt man womöglich die Handlungsfäden nicht zusammen ohne nachzublättern. Für „oberflächliche“ Leser gibt es jedoch im letzten Kapitel auf originelle Weise die Auflösung des Beziehungsgeflechts unter den 18 Protagonisten.Mit „Ein Sommer in zwei Teilen“ hat Sonja Dörr ein respektables Debüt vorgelegt. Ihre Leistung ist umso beeindruckender, wenn man berücksichtigt, dass das Buch ohne professionelles Lektorat im Selbstverlag publiziert wurde. Auf den nächsten Roman darf man schon erwartungsvoll gespannt sein.
Im Licht des SommersAuf der Suche nach sich selbstAuf LebenswegenEs ist ein heißer Sommertag. Vereinzelt fallen Blätter von den Bäumen. Vergilbt und viel zu früh. Und da sind zwei Menschen. Vertieft in ein Gespräch: Paula erzählt und Friedrich hört ihr zu. Sie berichtet ihm von den neuesten Entwicklungen und Geschehnissen in ihrem Heimatdorf. Irgendwo in Deutschland, irgendwann im Sommer 2018. Sie berichtet ihm von den gewundenen und gebrochenen Lebenswegen einiger Dorfbewohner.Vom Pfarrer und seiner zurückgenommenen Suche nach einem Weg, sein Lebenswollen mit seinem reglementierten Lebensentwurf zu vereinen.Von Simon, der nach langer Zeit wieder zurückfindet und alte Wurzeln neu belebt - in Gedanken an das Mädchen mit den aufmerksamen Augen.Von Kaspar, der seit vielen Jahren im Sommer ins französische Arles fährt, um dort vielleicht doch die Verabredung seines Lebens zu treffen. Einen Menschen, der auch und immer noch und immer wieder in seinen Träumen dorthin reist.Als dann endlich alle Neuigkeiten erzählt sind, verlässt Paula das Grab ihres Mannes Friedrich und macht sich auf den Weg nach Hause. Sehr bald - so fühlt sie es - wird sie wieder bei Friedrich sein. Dann für immer.In achtzehn Kurzgeschichten schweben die Lebenswege von Elisabeth und Kapspar, von Katharina und Simon oder auch des Pfarrers und von anderen Menschen wie das Laub der Bäume auf die Welt herab. Sonja Dörr erzählt leicht und führt ihre Leser:innen sacht durch den Sommer 2018 entlang der Wege der Bewohner eines Dorfes irgendwo in Deutschland. Gehen die Schicksale im ersten Teil des Romans noch nebeneinader her, kreuzen und vereinen und entfernen sie sich wieder im zweiten Teil voneinander. Die Lektüre dieses Romans ist wie der Blick auf ein Laubblatt, das von der Sonne erhellt wird: Die Leser:innen blicken auf ein scheinbares Gewirr von Blattadern, die sich verzweigen und voneinander wegstreben. Und doch werden sie von dem Blatt als Ganzes zusammengehalten. In der Erzählung von Paula.Dieser Roman ist vieles und eigentlich alles. Jede:r kann sich selbst dort wiederfinden. Vielleicht auch darin verlieren. Im positiven Sinne! Die Erzählungen sprechen an, bringen in den Leser:innen verloren und vergessen geblaubte Saiten, Träume und Lebensbrüche zum Klingen. Sonja Dörrs Debütroman ist mehr als „nur“ lesenswert.