★★★★★
k.A.
18.07.2026
ean-shopping.de
Die Geschichte ist sehr witzig und berührt mich auf eine angenehme Weise, auch wenn manche Wendungen etwas zu dramatisch wirken. Eine schöne Lektüre für einen gemütlichen Nachmittag.
*INHALT*Elina Bludau ist 48, steht kurz vor der Menopause und vor kurzem hat ihr Mann sie für eine Jüngere verlassen. Ihre Freundin schenkt ihr zehn Kaffeebohnen, für ein Ritual gegen Traurigkeit. Und Stück für Stück kann Elina die Traurigkeit überwinden, und erinnert sich an ihren Traum, einmal einen Roman zu schreiben...*MEINE MEINUNG*Ein wundervolles Buch, das mich häufig zum Innehalten und Nachdenken angeregt hat.Es ist kein Roman, durch den man durch rauscht, jedenfalls ging es mir so. Der Schreibstil ist eigenwillig, und hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin braucht wenige Worte, um viel auszudrücken und konzentriert sich auf das Wesentliche. Dabei geht es vor allem um das Zwischenmenschliche, um manchmal zufällige Begegnungen, die nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Es wäre viel zu schade, zu schnell darüber hinweg zu lesen, deswegen habe ich mir bewusst Zeit genommen, mir die Zeilen aufmerksam und in Ruhe zu Gemüte zu führen.Im Laufe des Buches wird immer wieder auf einige Referenzen wie z.B. das Kinderbuch "Bella Belchaud und ihre Papageien" und auf einige von Elisa erlebte Szenen Bezug genommen, und nicht nur deshalb hat sich für mich ein stimmiges und in sich rundes Gesamtbild ergeben. An einigen Stellen habe ich beim Lesen pausiert, um die Referenz zu lesen, zu hören oder das Video anzuschauen, vermutlich hat mich der Roman auch deshalb so berührt.Die Figuren gefallen mir sehr, die Charaktere und Interaktionen wirken authentisch, wie aus dem Leben gegriffen, und ich könnte mir vorstellen, dass die Autorin einige Unterhaltungen tatsächlich so aufgeschnappt hat.Ich bin mir sicher, dass ich das Buch auch nochmal in die Hand nehmen werde.
Als die Protagonistin ganz zu Anfang beim Gynäkologen saß und es um das Thema Wechseljahre ging hatte ich schon Angst, mich bei dem Buch völlig vergriffen zu haben.Aber der Roman hat mich positiv überrascht. Es geht um das Leben, die Familie, die Liebe.Christiane Schünemann hat einen ganz tollen, leichten Schreibstil. Das Buch lässt sich flüssig lesen und bietet tolle Unterhaltung. Kleine Wortneuschöpfungen wie Liebchenbuch oder Steh- Rumsel machen den Stil und die Sprache des Buches zu etwas ganz besonderem.Ganz besonders gut hat mir das Motiv des Hutes gefallen. Schon zu Anfang der Geschichte spielt ein Hut eine Rolle- als die Protagonistin eine Kunstausstellung besucht und ein Bilderzyklus, an deren Ende nur noch ein Hut zu sehen ist, ihre Aufmerksamkeit erregt. Später spielt ein Hut wieder eine große Bedeutung für sie, als liebevolle Erinnerung an ihren Ziehvater. Dieser Bogen vom Anfang zum Ende des Romanes umschließt das gesamte Werk.Die im Titel genannten zehn Kaffeebohnen finden sich im Text immer mal wieder. Sie gehören zu einem Ritual gegen die Traurigkeit. Der Titel bzw. das Ritual sind sehr passend für den ersten Teil des Buches, denn es geht in erster Linie darum, dass die Protagonistin nach einer Trennung wieder zurück ins Leben und vor allem zu sich selbst findet. Für den zweiten Teil passt der Titel nicht mehr ganz so gut, da hier ein weiterer Schicksalsschlag sowie die Familie in den Fokus rückt.FazitMir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war eine schöne leichte Unterhaltung, die doch einige tiefgründige Passagen hatte.