Es war nicht einfach, nach über einem Jahr „in“ diese Geschichte zurückzukehren…Handlung: irgendjemand hat die Schatten aus ihrem Bann befreit… keiner weiß, wer es war und warum dieser es tat… nun marodieren diese „was auch immer es sein soll“ durch die beschriebene kleine Welt und löschen alles Leben aus, das ihnen begegnet … Kian und der Hüter der Lieder (Mist! …den Namen hab ich schon wieder vergessen, weil so nichtssagend …sorry) ziehen in die Schlacht bzw. haben es wohl vor; doch sie brauchen Verbündete… Drachen, Greife und die Feen ..allesamt können die einander nicht ansatzweise riechen … ob und wie es gelingt, darf jeder selbst erlesen…Leider musste ich für mich feststellen, dass das Drehbuch für diesen Band nicht meinen Geschmack traf…Relativ zum Anfang werden zwei „Probleme“, denen man in den Bänden zuvor nicht Herr werden konnte, in jeweils recht kurzen Episoden mit „Knall/Bumm“ auf einen Schlag erledigt; ein anderes wird wie ein Pflegefall durch das ganze Buch mitgeschleppt und das betreffende Geschöpf darf quasi durch Selbsterkenntnis vom Saulus zum Paulus gesunden…Es ist ein ständiges Gehetze von einem „Taddah“ zum nächsten „Taddam“ und die bevorstehende Apokalypse immer im Blick…Darüberhinaus werden zwischenzeitlich Figuren hochgepuscht, die letztendlich wieder in der 2. Reihe landen oder gar gänzlich verschwinden…Andere, über Vorgängerbände bereits eingeführte „Gestalten“ hingegen verkümmern als Stichwortgeber; werden nicht mal als Opfer eingesetzt und stauben in der Darstellerkantine ein …Die Guten und die Antagonisten, welche das Potential für eine spannende Geschichte haben, werden grundsätzlich nicht genutzt … der Fokus liegt einzig auf diesem Kian, dem Hüter, seinem Vater und dessen Greifenlover… und dieses Gelaber über die Bänder ging mir irgendwann auf den Keks, ebenso die Nabelschauen der vier und inhaltliche Wiederholungen, nach dem Motto: „es geht mir heute Morgen nicht gut“ um am Mittag festzustellen, dass „es mir bereits heute Morgen nicht gut ging“Ich habe keine Ahnung wie andere es so empfunden haben, aber das Finale war enttäuschend … erst großartig die Trommel schlagen, die große Bühne herrichten und ausleuchten …und dann Auftritt von „Lucy, die mit den Fingern knacken kann“ … sinngemäßEs war jedenfalls völlig unspektakulär …wobei ich auch nicht verstand, wieso krampfhaft auf den „Weltfrieden“ hingearbeitet wurde, als wolle man einer völlig unerledigten Sache einen Abschluss verschaffenDas passt alles nicht wirklich zusammen, wenn man die vielen offenen Baustellen und hängengelassenen Figuren bedenkt…Grundsätzlich war es keine Handlung, die sich entwickelt konnte … sie wurde durch die Seiten getrieben und das ist selten der Bringer…Fazit für mich: dieser Band ist schwach und verloren …ich lese lieber noch mal die Vorgänger… ergo keine Empfehlung von mir