Aufwachsen in der Provinz ohne Smartphone. Wer das noch kennt, fühlt sich bei den Moai zuhause. Das verranzte, verrauchte Jugendhaus, das Bier, die angeschmachteten Schönen, die rücksichtslosen Alphas, die vielen armen Seelen, die unter ihnen leiden. Wie wurden wir, was wir sind? Wen haben wir unterwegs verloren? Eine melancholische Rückschau auf die bedeutend-belanglosen Partynächte, ein Panoptikum der Gesichter, bei denen man sich für etwas hätte entschuldigen müssen und stattdessen weggezogen ist, um sein Leben zu führen. Die Figuren sind mehr als authentisch, sie sind vertraut.Manchmal macht der Autor Punkte, wo Kommata hingehören. Und das ist gut so.Mir haben die Moai Spaß gemacht und bestätigen meine Entscheidung, wegzuziehen und mit niemandem aus der Schulzeit Kontakt zu halten.
Ein Buch über Social Media und Querdenkern, bevor es beides gab. Und über allem schwebt die Frage, was macht gewöhnliche Leuten zu Amokläufern und Extremisten?Vordergründig geht es um eine Gruppe Kleinstadt-Teenager in den 90er Jahren. Sie feiern Partys und hängen zusammen ab. Die einen sind beliebt, während die anderen gerade einmal geduldet werden. Die Rollen sind klar verteilt. Bis die Liebe alles durcheinanderbringt.Das macht teilweise ziemlich Spaß, ist über weite Stellen aber auch sehr tragisch.Kurz und bündig. Geiles Buch.