Normalerweise lese ich ungern Klassiker, da die Schule mir die Freude an deutscher Literatur genommen hat, doch dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, und ich habe es an einem Abend durchgelesen. Vor allem die Krimi-Elemente in der zweiten Hälfte des Buches machen die Geschichte spannend.Interessant finde ich vor allem den ambivalenten Lehrer, der sich zwar über die Verrohung der Jugend durch das Regime und die Einstellung seiner Schüler beschwert, aber selbst ab und zu zweifelhaft handelt, entweder um seine Stellung zu schützen oder die vermeintliche Wahrheit zu enthüllen - oder sie zu verschweigen. Die Fragen "Wer oder was ist Gott?", "Was ist richtiges Handeln?" und "Wird die Wahrheit wirklich immer siegen?" kamen mir beim Lesen in den Sinn."Jugend ohne Gott" ist ein erstaunlich zeitloses Buch, dass sich mit der Abstumpfung und Beeinflussung von Jugendlichen befasst, sowie mit der Frage, wieviel "Gott" in jedem von uns steckt.