Das Reiten etwas mit fühlen zu tun hat, dürfte jeder Reiter schon erfahren habenaber, dass die mentale Vorstellungskraft ganz ohne unsere persönliche Bewertung, unser reiten verbessern kann,ist großartig. Das Schriftstellerin vereint unseren Geist, unser Denken mit dem Pferd und somit mit dem Reiten.Sehr schön!
Also... bedingt durch die guten Rezensionen in diversen Reitsportmagazinen habe ich mir dieses Buch zu diesem doch bemerkenswerten Preis gekauft.Bis zur letzten Seite stellte sich mir die Frage: Welche Zielgruppe möchte Frau Lenz erreichen? Diejenigen, die gerade erst mit dem Reiten beginnen und sich in die Ganzheit des Reitsports einfühlen möchten, brauchen mit Sicherheit keine höheren Lektionen (zumal sehr rudimentär abgehandelt). Für diejenigen, die die ganz interessanten Übungen zur Lektionsverfeinerung nutzen können (betrifft die letzten ca. 15 Seiten), ist das vermittelte Wissen leider sehr... sagen wir: an der Basis kratzend.Und nähere ich mich der Beantwortung meiner Frage über die These des Titels "Pferd als Spiegel des Reiters", so stoße ich an den Punkt, dass diejenigen, die sich vom Buch angesprochen fühlen, keine Wissenserweiterung erfahren, und diejenigen, denen es nützen würde, es nicht kaufen werden.Zu meiner Leseerfahrung: Es war eine nett geschriebene Lektüre ohne Stringenz, bei der ich das Gefühl der "Selbstbeweihräucherung" der Autorin nicht los wurde und ab und an ein wenig von ihren Wiederholungen und Besserwissereien (kontra FN) genervt war. Aber ich hatte schon schlechtere Sachbücher in meinem Leben, vor allem schlechter geschriebene. Aber es wird einen Grund gehabt haben, dass es nicht bei den üblichen Verlagen (Kosmos, Müller Rüschlikon) produziert wurde. Ein paar Übungen zur Traversverbesserung etc. habe ich mir rausgeschrieben und teste sie bei Gelegenheit. Jetzt wird das Buch einen neuen Besitzer finden, denn in meinem Schrank brauche ich es nicht.Fazit: Es gab für mich nichts Neues oder Bereicherndes, auch wenn ich streckenweise durchaus mit der Autorin konform gehe. Empfehle da eher die Bücher von Britta Schöffmann (Skala der Ausbildung und Lektionen richtig reiten), einschlägige Werke zu In- und Exterieur des Pferdes (Heuschmann, Sachs, Meagher) sowie eine selbstreflektierte Herangehensweise an den Partner "Pferd" (und generell an Mitmenschen und Umwelt).