Zum zweiten Mal durfte ich ein Buch von Petra Ihm-Fahle lektorieren. Der Roman „Nele und der neue Goethe“ erschien im letzten Jahr unter ihrem Pseudonym Pia Gabrielly.In diesem Frühjahr hatte ich das Vergnügen mich durch 32 Kapitel „Schreibtipps“ zu arbeiten und dabei selbst inspirieren zu lassen.Allesamt eher kurz, bieten die einzelnen Kapitel des Buches „Glücklich in die Tasten hauen“ ein breites Spektrum an Informationen für alle Schreibanfänger.„Schreiben und ...“ mit diesen Worten beginnt jedes Kapitel, z.B. „Schreiben und Geld, … Sinn, … Humor, … heikle Themen, … Kritik, … Anspruch, … Urheberrecht“ und vieles mehr.Die mit biografischen Details gewürzten Texte lesen sich leicht und vermitteln dennoch reichlich Aufklärung über alle Themen, die Schreibende bewegen. Gelegentlich darf man schmunzeln über die Erfahrungen, die die Autorin in ihrem eigenen Leben als Schreibende gemacht hat.Schon als Kind wusste sie: Ich will Schriftstellerin werden! Natürlich las sie alles, was sie in die Hände bekam. Ihr bewundertes Vorbild war Enid Blyton. Blytons Schaffenskraft und Erfolg beeindrucken sie noch heute.Aber zuerst ging Petra Ihm-Fahle einen ganz anderen Weg. Sie studierte Vor-und Frühgeschichte und begann, als das Studium ihr nicht mehr zusagte, eine Buchhändlerlehre. In diesem Beruf arbeitete sie einige Jahre, ehe Veränderungen in ihrem persönlichen Leben sie zur Zeitung verschlugen. Das journalistische Schreiben lag ihr, gleichzeitig stieß es die Weiterentwicklung als Schriftstellerin an.Im Jahr 1999 gründete sie den Autorenclub Wetterau. Über ihre Aktivitäten und Erfahrungen in einer gleichgesinnten Gruppe zu schreiben, anstatt alleine im stillen Kämmerlein, berichtet sie im Kapitel „Schreiben und Gemeinschaft“.Das Buch beginnt mit der Frage: Warum schreiben? Offen erzählt die Autorin von ihren Anfängen und der eigenen Motivation. Ihre Erkenntnis: Wer schreibt, kommt bei sich an. Mit einer Vielzahl von Fotos lässt uns Petra Ihm-Fahle an ihrem Leben und ihrer Arbeit teilhaben.Im Vorwort: Was dieses Buch will. Darin ermutigt sie alle Schreibenden, das was sie tun wertschätzend anzuerkennen.Insgesamt ist dieses Buch eine kurzweilige Lektüre, voller Tipps für und aus der Praxis. Jedem Kapitel ist zudem ein Schreibimpuls angehängt, der den Leserinnen und Lesern zur Übung, Reflektion und Anregung dient.Ein unterhaltsames Sachbuch, das mich bereichert hat und das ich gerne empfehle.
In ihren autobiografisch angehauchtem Sachbuch "Glücklich in die Tasten hauen", beschreibt Petra Ihm-Fahle ihren Weg in die Schriftstellerei und gibt Tipps an die Hand, wie es was werden kann und wie man vorgeht. Es geht um Disziplin und Kontinuität, um Selbstreflektion und um Ziele. Was will man eigentlich. Das Buch ist eine gelungene Balance der erzählerischen Sachlichkeit und nie langweilig oder trocken. Es ist zwar an zukünftige Autoren und Autorinnen gerichtet, aber ich denke, dass es auch für alle anderen geeignet ist, die sich nach ihrer Sinnhaftigkeit fragen, und/oder nicht erfüllte Träume in der Schublade liegen haben.
Nom Deplume„Ein rasch geschriebenes Fachbuch“, wie zunächst vorgesehen war, ist es nicht geworden: „Eher Essays“, wie Petra Ihm-Fahle auf Seite 116 selbst bemerkt, über ein Leben mit dem und für das Schreiben und Lesen. Also ein über weite Strecken auch autobiographisches Buch.Zahlreiche Aspekte professioneller Textarbeit als Lokalreporterin sowie als Erzählerin greift die Autorin auf. Der Leser profitiert von dem Erfahrungsschatz der Schreiberin.Wer sich mit dem Gedanken trägt, selbst professionell und/oder belletristisch schreiben zu wollen, findet in diesem Buch so manche Anregung. Durchackern muss man das Buch aber nicht, es ist eher – den Überzeugungen der Autorin gemäß, dass man als Schreiber unterhalten müsse – mit leichter Autorenstimme geschrieben. Achtzig Fotos aus dem Leben der Verfasserin ergänzen den Text.4 Sterne