fragte sich H.G. Wells und schrieb 1895 "Die Zeitmaschine". Unglaublich aber wahr, so ist dieses Werk schon 115 Jahre alt. Die Geschichte handelt von einem sogenannten Zeitreisenden der einem Kreis von Freunden und Bekannten die Geschichte seines Lebens (nämlich von der Zeitreise ins Jahr 802.000) erzählt. Die Erzählung wird sozusagen aus der Ich Perspektive des Zeitreisenden beschrieben. Zu dem Inhalt und was der Zeitreisende da so erlebt möchte ich nicht näher eingehen, jedoch soll gesagt werden, dass uns Wells eine sehr erschreckende Vision der Zukunft präsentiert. Diese Vision untermauert er immer wieder mit Gewohnheiten der Menschen welche auch die heutige (und vermutlich auch damalige) Zeit betreffen. So ist die Geschichte immer wieder mit gesellschaftskritischen Elementen versehen, welche man auch schon in unserer heutigen Zeit mit Erschrecken beobachten kann. Dazu braucht es gar nicht 802.000 Jahre, denn bekanntlich geht ja die Schere zwischen Armut und Reichtum schon heutzutage immer mehr auseinander. So könnten man (wenn man frech ist) schon heute die Reichen als Eloi bezeichnen und die Armen als Morlocken, welche überspitzt gesagt die Versorger der Reichen sind. Jedoch ist meiner Meinung nach das Bild der Morlocken ein wenig zu negativ geraten. Wells beschreibt diese beiden "Menschengattungen" zu stereotypisch. So sind die Eloi die schönen, wunderbaren und naiven Wesen, während die Morlocken als böse, gehäßig und gemein beschrieben werden. So hätte mich das Ganze aus der Sicht der Morlocken ein wenig interessiert (was trieb die Morlocken zu diesen Untaten etc.). Interessant wäre meiner Meinung auch gewesen, was der Auslöser dieser zweier "Rassen" war, aber diesen Punkt greift Wells leider auch nicht auf. Auch ist das "Büchlein", mit seinen 150 Seiten relativ kurz geraten. Vor allem da die eigentliche Geschichte erst bei Seite 40 anfängt. Ohne diese kritischen Elementen wäre die Geschichte wenn ich ganz ehrlich bin nicht wirklich etwas besonderes -> Ein Zeitreisender wandert umher ohne dass wirklich etwas signifikantes oder einschneidendes passiert -> mal abgesehen von den kritischen Erkenntnissen über die Entwicklung der Gesellschaft. So ist die Geschichte an sich wirklich relativ unspektakulär und simple und man ist dann auch irgendwie froh darüber, dass das Buch "Die Zeitmaschine" nur 150 Seiten umfasst.Das Besondere an diesem Werk ist wirklich das Alter und es ist wirklich interessant zu lesen wie sich der Autor die Zukunft und vor allem die Entwicklung der Menschen vorstellt. Des Weiteren ist diese Geschichte leicht und locker zu lesen und regt wirklich ein wenig zu denken an. Abschließend soll auch noch gesagt werden, dass diese Geschichte eigentlich jedermann zu empfehlen ist -> für Jung und Alt. Eignet sich auch meiner Meinung nach relativ gut für ein Referatsthema mit anschließender Diskussion.