Meine Meinung zum Jugendbuch:Anouks SpielInhalt in meinen Worten:Anouk steht kurz vor ihrem Geburtstag, und dort bekommt sie ein Notizbuch, ein magisches geschenkt. Denn sie darf da einen Wunsch hinein schreiben, der auch noch wahr werden darf, doch ihr Wunsch ist hartherzig und absolut grausam. Wird sie diesen Wunsch rückgängig machen können? Und warum muss sie dafür ein Spiel spielen, das genau ihren Namen trägt? Was hat es mit diesem Affen, Pardon mit Herrn Schimpanse bzw. Herrn Pan auf sich? Wird Anouk ihre Schwester retten können, oder wird der dunkle Prinz sie besiegen?Das lasst ihr euch am besten von Anouk erzählen.Wie ich das Gelesene empfinde:Die Geschichte ist von Anouk erzählt und was sie erlebte, um ihre kleine Schwester zu retten. Dabei lernt sie so bezaubernde Wesen kennen, das ich jedes einzelne - bis auf die Schlangen und den dunklen Prinzen - ins Herz schloss, wobei ich auch den Prinzen gar nicht so abwegig am Ende empfunden habe, sondern eher eine Weisheit darin erkennen durfte.Die Geschichte:Wer kennt nicht die Geschichte von Jumanji wo es um ein Spiel geht, wo Menschen direkt selbst im Spiel herum laufen müssen und Gefahren trotzen müssen, auch hier in der Geschichte ist es ähnlich aufgebaut. Dennoch ganz anders. Das Spiel selbst spielt auch in verschiedenen Gegenden und es geht darum Mut und Weisheit und Mitgefühl, aber auch Wut, Trauer und Schmerz freien Lauf zu lassen. Anouk muss erkennen, dass das Leben mit ihrer Schwester Sinn hat, auch wenn sie seitdem nicht mehr im Mittelpunkt stehen darf, sondern sie alles teilen muss, so auch an ihrem Geburtstag, zudem muss sie aber auch beweisen, dass das Böse keinen Raum in ihr einnehmen darf, ohne das es sie etwas kostet? Ob sie den Preis bezahlen kann, das steht auf einem ganz anderen Blatt.Zudem fand ich gerade am Ende die Auflösungen fantastisch, denn wer hat eigentlich das Spiel erfunden? Warum ist der Prinz so böse? Was hat das alles mit Anouk zu tun? Das und vieles mehr finde ich toll aufgelöst.Die Welt:Es gibt drei Welten die mir besonders nahe standen, die erste wo sie ein Wesen kennen lernen darf, das ganz unbedarft aus dem Königsreich verschwand und das nur, weil sie das Herz an ein anderes Wesen verschenkte, dabei musste ein Krieg verhindert werden. In der weiteren Welt findet Anouk ein besonderes Kamel und in einer anderen Welt wird Bezug auf die Bibel genommen, fand ich wirklich interessant, denn die Gedanken darin sind einerseits philosophisch angehaucht zum anderen aber auch ein guter Hinweis auf alte Geschichten, die heute noch Bedeutung haben.Die Charaktere:Ich mag Anouk und finde es faszinierend, wie sie sich durch die Welt bewegen konnte. Ich hätte wahrscheinlich nicht immer wie sie gehandelt, und hier war sie mir deutlich weiter als ich es in ihrem Alter gewesen wäre. Zudem fand ich aber auch den nervigen Affen lustig. Klar er hatte dezente Nervmomente, aber in sich war er ein guter Ratgeber. Am meisten berührte mich jedoch Ki. Er hat mir mein Herzlein in dieser Geschichte gestohlen.Spannung:Schnell wurde mir klar, wie das Buch weiter verlaufen wird, aber trotzdem gab es etliche Überraschungsmomente und dazu auch einige tolle Gedanken, die ich mir selbst mitnehmen kann aus der Geschichte. Bewegend war das Ende allemal, aber nicht nur dort war es spannend und berührend, sondern immer wieder in der Geschichte kam es zu solchen Momenten.Gedanken:Ein Gedanken bzw. Zitat aus dem Buch möchte ich gerne mit euch teilen. Und hoffe das ich damit nicht ungewollt euch spoilere. Deswegen SPOILERGEFAHR!Seite 332 ca. mittig: Denn nichts ist schwerer, als seine eigene dunkle Seite anzunehmen. Und sie zu retten.Empfehlung:Wer auf fantastische Jugendliteratur steht, wo ein Affe fast jedes Mal die Show stiehlt, wo philosophische Gedanken nicht fehlen dürfen, und eine Welt mag, wo es keine Grenzen gibt, dem sei Anouk sehr empfohlen. Wer auf Langeweile steht, sollte hier nicht hinein lesen, denn ich war von der ersten Seite an gefesselt!Bewertung:Ich gebe Anouk für ihren Werdewandel, für ihren Weg und ihre mutigen Gedanken fünf Sterne und finde das Buch vertreibt für kurze Zeit schwere Gedanken und Sorgen und kann vielleicht durch Anouk sogar Lösungen für eigene Probleme finden!Deswegen klare fünf Sterne!
★★★★★
Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee
09.11.2024
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Inhalt:Voller Vorfreude genießt Anouk den Geruch der Zimtschnecken, der durch das Haus zieht. Der Vater hatte ihr ein Tablett mit einem Schokoladenkuchen, auf dem dreizehn Kerzen brannten, und einem Geschenk vor die Tür gestellt. Die restlichen Geschenke würde es nach dem Aufstehen geben. Genauso wie die Zimtschnecken.In dem Päckchen befindet sich ein wunderschönes Notizbuch. Anouk denkt daran, dass sich seit der Geburt ihrer Schwester einiges geändert hat. Die Eltern haben nicht mehr so viel Zeit für sie. Und auch das Interesse der Verwandtschaft fokussiert auf das Neugeborene.Einerseits mag Anouk ihre kleine Schwester. Doch andererseits wünscht sie sich ihre Eltern wieder für sich alleine. Anouk fasst einen Entschluss. Sie nimmt sich einen Stift und schreibt ihren Wunsch auf eine leere Seite in ihrem neuen Buch. Es handelt sich um einen Herzenswunsch. Und Herzenswünsche werden manchmal wahr ...Als Anouk ihren Herzenswunsch ausspricht, weiß sie noch nicht um die dramatischen und ganz realen Konsequenzen. Plötzlich fehlt das Schreien ihrer Schwester, dass sonst stets die Aufmerksamkeit der Erwachsenen absorbiert.Es dauert einen Moment, bis Anouk begreift, was geschehen ist. Doch auch, als sie versucht ihre Worte aus dem Buch zu radieren, passiert nichts. Sie bereut zutiefst, was sie getan hat.Es gibt eine Lösung, diesen Wunsch rückgängig zu machen, erfährt Anouk kurze Zeit später. Ein weiteres Geschenk ist bei ihr per Post eingetroffen. Mit dem Auspacken des Papieres zeigt sich ein Spielekarton mit der Aufschrift „Anouks Spiel“ und ein Affe taucht wie aus dem Nichts in ihrem Zimmer auf.Pan, der präzise darauf achtet nicht als Affe, sondern als Schimpanse bezeichnet zu werden, verrät, dass Anouk dieses Spiel spielen und gewinnen muss. Erst dann hat sie die Möglichkeit ihre Schwester zurückzubekommen.Meinung:Anouks Spiel ist das erste Buch von Akram El-Bahay, das ich gelesen habe. Ich wusste bereits, dass die Geschichten des Autors sehr fantasiereich sind. Dennoch war ich überrascht, mit was für einem Feuerwerk an fantastischen Ideen ich hier konfrontiert wurde.Zum Geburtstag erhält Anouk ein besonderes Geschenk. Es handelt sich um ein Spiel, dessen kartonierte Verpackung ihren Namen trägt. Dieses Geschenk soll helfen ihren kurz zuvor ausgesprochenen Herzenswunsch rückgängig zu machen. Bereits als ein Schimpanse im Zimmer auftaucht, ahnt man als Leser, dass das Spiel etwas Magisches an sich hat.Anouk sieht sich einem Spielfeld gegenüber, auf dem verschiedene Ebenen eingezeichnet sind. In der Mitte befindet sich die Arena, das Finale. Nachdem sie sich also durch den Wald, durch die Berge und einige andere Szenarien gekämpft hat, bei denen es darum geht, Gegenstände zu gewinnen, wird sie sich dem dunklen Prinzen stellen müssen. Erst nachdem sie den Prinzen in einem Kampf geschlagen hat, wird sie die Möglichkeit haben, ihre Schwester zurückzubekommen.Es beginnt eine spannende Reise, die Anouk nicht alleine bewältigen muss. An ihrer Seite steht ihr Gehilfe, der Schimpanse Pal. Auch wenn mir Pal oft ein wenig auf die Nerven ging, so entlockte er mir auch den ein oder anderen Schmunzler. Pal ist liebenswürdig, ein bisschen naiv und irgendwie doch lebensklug.Die Protagonistin Anouk hat, auch wenn sie einen verhängnisvollen Wunsch geäußert hat, ein gutes Herz. Schnell findet Anouk in der kunterbunten Welt aus sprechenden Pflanzen, Dschinns, Eichhörnchen, die man als Reittiere nutzen kann, angsteinflößenden Eulen und mutigen Piraten, neue Freunde, die bereit sind, ihr zur Seite zu stehen. Immer wieder gelangt das Mädchen in die Situation eine Entscheidung treffen zu müssenDer dunkle Prinz, Anouks Antagonist, macht es Pal und ihr nicht einfach. Er fühlt sich nicht an Regeln gebunden. Immer Schurke, manchmal Ungeheuer.Doch ganz so vorhersehbar, wie diese Zusammenfassung klingt, ist die Geschichte nicht. Akram El-Bahay arbeitet in das konventionelle Muster immer wieder originelle Wendungen ein, die das Buch wirklich lesenswert machen.Fazit:Akram El-Bahay schreibt mit „Anouks Spiel“ eine Geschichte für Leser/innen ab 11 Jahren.Die Seiten kommen so phantasievoll und lustig, mit so viel Liebe und Comedy daher, dass man Anouks Odyssee nicht aus der Hand legen will.Das Werk erstickt auch nicht in einer moralisierend-lehrmeisterlichen Fingerzeig-Pädagogik für Kinder, sondern plädiert dafür, dass es möglich ist, Moral rational zu begründen.