Neugierig wie die Fee Zitrönchen nun einmal ist, sucht sie sich für einen Ausflug ein ganz besonderes Ziel aus, das „Nasse Tal“. Leider kommt es bei ihrem Streifzug zu einem unliebsamen Zwischenfall und Zitrönchen fällt kopfüber ins Wasser. Daraufhin lachen die hundsgemeinen Wassernixen auch noch über ihr Missgeschick. Das will sich Zitrönchen nicht gefallen lassen. Bedauerlicherweise sehen die anderen Feenmädchen die Sache ganz anders und schließen mit den Wassernixen Freundschaft. Armes Zitrönchen!„Die kleine Fee Zitrönchen- Ärger mit den Wassernixen“ ist in gut verständlichem, altersgemäßem und abwechslungsreichem Schreibstil verfasst. Der Text lässt sich flüssig vorlesen, fortgeschrittene Erstleser, Zweitklässler aber auf alle Fälle, dürften ihn ohne große Schwierigkeiten selbstständig bewältigen können.Die Schrift ist etwas größer gedruckt, aber keine Großdruckschrift, das erleichtert das Lesen für die jungen Leser etwas, unterfordert sie aber nicht.Sehr ansprechend gestaltet sind die wunderschönen Illustrationen von Mariam Ben-Arab. Besonders gut gefallen hat mir und meinen drei Kindern, vier, sechs und acht Jahre alt, die Umschlaginnenseite, auf der alle Feen abgebildet sind und dadurch vorgestellt werden. Die witzigen, liebevollen und farbenfrohen Bilder sorgen dafür, dass das Lesen doppelt Spaß macht.Zitrönchen ist keine perfekte Heldin, sie benimmt sich wie ein normales Mädchen, deren Gefühle verletzt werden. So könnte sich auch jedes andere kleine Mädchen verhalten, wenn es beleidigt und ausgelacht wird. Dass sie so authentisch, nachvollziehbar und realistisch dargestellt wird, gefällt mir und macht es jungen Lesern leicht, sich mit der Hauptfigur zu identifizieren. Feen dürfen meiner Ansicht ruhig auch mal in Zügen menschlich sein. Das hat uns in der Familie gleich dazu angeregt, uns über Zitrönchen und ihre Fehler und Schwächen zu unterhalten. Meine Kinder konnten gut verstehen, dass Zitrönchen so handelt, wenn es auch nicht ganz „richtig“ und vorbildlich ist. Andere Figuren sind ebenso nicht „makellos“, auch an Butnebelchen und ihrer direkten Art scheiden sich die Geister. Die drollige Blauhimmelchen hat es vor allem meiner vierjährigen Tochter angetan, die sich immer wieder über ihre lustige Sprache amüsiert hat. Insgesamt eine interessante, gelungene und plausible Auswahl an FigurenDie Geschichte ist in sieben Abenteuer gegliedert. Alle Abenteuer bauen aufeinander auf, die Spannung wird durchgehend aufrecht erhalten, denn erst zum Schluss werden sämtliche Rätsel wie z.B. das um die geheimnisvollen Löcher aufgelöst. Ein sehr unterhaltsamer und stimmiger Plot!Alles in allem sind wir ziemlich begeistert von der Fee Zitrönchen, selbst mein sechsjähriger Sohn mag die eigentlich eher an Mädchen gerichtete Geschichte sehr gern. Die Kombination aus spannender, angenehm zu lesender, phantasievoller Geschichte und tollen Bildern macht den Band zu einem richtigen Bücherschatz. Absolut empfehlenswert!
Das Cover:Die Feenkinder stehen den Wassernixen(Kindern) wie in einem Duell gegenüber, aber es ist anzumerken, das alle lächeln, so das es nicht wirklich bedrohlich wirktÜber das Buch:Es ist Sommer und den kleinen Feen auf der großen Wiese ist langweilig. Also entscheiden sie zum nassen Tal zu fliegen und sich die Wassernixen an zu schauen, denn keine von ihnen hat je eine gesehen.Aber dabei geschieht ein Unglück und Zitrönchen ertrinkt fast.Wenig später kommt der große Regen und nach Tagen kommen die Wassernixen auf die große Wiese, da sie Hilfe brauchen und fast alle Feen helfen mit, nur Zitrönchen ist noch ein bisschen verstimmt mit den Wassernixen.Meine Meinung:Tanja Schwarze hat ein hinreißendes, zweites Buch um die Fee Zitrönchen und ihre Freundinnen auf der großen Wiese geschrieben.Das Buch ist in sieben Abenteuer und weitere kleinere Kapitel unterteilt und somit hervorragend geeignet um vorgelesen, als auch von Erstlesern selber gelesen zu werden.Die heimliche Heldin dieses zweiten Bandes ist Blauhimmelchen, die kleine Schwester von Zitrönchen, die eine Detektei gründet, um das Geheimnis der großen Löcher herauszufinden.Wieder einmal schafft es die Autorin den Feenkindern allzu menschliche Züge zu geben, die gerade die Erwachsenen schmunzeln lassen wird."Und das machte die kleine Fee so traurig, dass sie schlimm weinen musste, von jetzt auf gleich. Sie kniff die Augen zusammen, riss den Mund auf und legte los. Wenn eine kleine Fee schlimm weint, dann kann das niemand ertragen." (Seite 7)Außerdem werden die Bewohner der großen Wiese in Relation zu unserer Welt gesetzt und so erfährt man auch welche Gefahren von den Riesen ausgehen.Der liebste Charakter meiner Tochter (9) war diesmal Kaulquappchen, die total süß ist mit ihrem Seepferdchen-Kuscheltier und ihren Spagettihaaren.Sehr schön war auch die Stelle fast am Anfang, in der Tanja Schwarze in einem langen Bandwurmsatz die Abenteuer des ersten Bandes schlicht und einfach zusammenfasst hat, aber wenn man den ersten Band noch nicht gelesen hat, sollte man das doch auf jeden Fall tun.Und die schlaue, weise Kröte meint, dass Zitrönchen eine gute Fee ist und deshalb sollte sie sich nicht ärgern lassen, sondern auch zu ihren Feinden nett sein - was für eine schöne Moral - wo kommen wir denn sonst hin!.Màriam Ben-Arab hat wieder herzallerliebst, komische, hervorragende und fantastische Bilder zur Untermalung der Geschichte gezeichnet. Ich konnte mich dieses Mal gar nicht zu "Dies ist mein Lieblingsbild" durchringen, da alle sehr ansprechend sind.Fazit:Fantasiereiche Kinderunterhaltung zum vor und selber lesen.