Ein rundum gelungenes Kinderbuch! Ich bin nach der Lektüre von „Pelle Tigerkralle“ von Ann-Katrin Heger voller Lob für diese einerseits witzige, aber zugleich spannende Geschichte.Es geht um Pelle Tigerkralle, der Kater des Piraten Kanone. Kanone setzt sich zur Ruhe an Land und tauscht mit Onkel Sebastian das Habitat. Sie geben das Schiff ab und bekommen ein abgefahren eingerichtetes Haus, dort ist natürlich Sand im Wohnzimmer und Betten gibt es auch keine, sondern Hängematten. Jedenfalls trifft Pelle natürlich auf andere Tiere in seiner Nachbarschaft, die ihm teils wohlgesonnen sind, wie das Einhörnchen und ein Meerschwein und teils suspekt sind wie die beiden Dackel der Nachbarinnen Elke und Elke. Das Buch ist wirklich sprachwitzig und unterhaltsam geschrieben und eben zugleich spannend, denn es gilt den Kaputtmacher zu finden, der die Gärten verwüstet!Dieses Buch hat den Charme, dass es Kindern ab 5 Jahren vorlesbar ist, da die Geschichte an sich einen simplen Aufbau hat, aber eben genauso gut den Erstlesern zum Selbstlesen gefallen kann. Die Schrift ist groß, stark durchsetzt mit stets farbigen tollen Illustrationen von Nikolai Renger.Ein netter Kniff der Erzählung ist, dass zu beginn jeden Kapitels ein Teil in dicker blauer Schrift erscheint. Hier wendet sich der Text direkt an die/den Leser:in um den Spannungsbogen zu erhöhen. Erinnern beim Lesen an die Stimme aus dem Off bei Bibi Blocksberg & Co. Mir hat es gefallen.Ich komm aus dem Schwärmen gar nicht raus, denn dieses Buch ist auch wunderbar genderneutral! Klar, einfacher, wenn viele Tiere zu Akteuren mutieren, aber wirklich sehr neutral gehalten und für alle was!Noch kurz zum inhaltlichen Fokus: Aus meiner Sicht legt es Kindern sehr sehr spielerisch nahe, dass Vorurteile echter Mist sind und die eigene voreingenommen Einschätzung sich ultra schnell als falsch erweisen kann. Das kann gar nicht oft genug herangetragen werden und dann so ganz ohne pädagogischem Zeigefinger. Toll.Und, hier muss ich mal das Buch selbst loben, denn die Seiten sind wunderbar dick und es liegt dadurch einfach toll in der Hand ohne zu schwer zu sein!Fazit: Lange kein Kinderbuch in der Hand gehalten von dem ich so restlos überzeugt war!
„...Bevor die Geschichte anfängt, muss ich die unbedingt Pelle und Kanone vorstellen. Sonst fragst du dich die ganze Zeit: Wer ist dieser rote Kater? Und wer ist dieser dicke Mann […]?...“Mit diesen Sätzen beginnt ein humorvolles Kinderbuch. Der Piratenkater Pelle und Der Kapitän Kanone verlassen ihr Schiff und ziehen in ein Haus. Erst ist Pelle nicht begeistert. Das Haus aber erinnert in vielen Facetten an das Schiff. Außerdem gibt es die freundliche Nachbarinnen Elke und Elke. Weniger freundlich sind deren Dackel.Pelle lernt auch ein Einhorn und ein Meerschweinchen kennen. In deren Umgebung wurde der gesamte Garten zerstört. Die Dackel meinen, Pelle sei der Kaputttmacher. Der kann allerdings das Gegenteil beweisen.Das Buch steckt voller Humor und entwickelt sich nach und nach zu einem Kriminalroman. Denn Pelle, das Einhorn und das Meerschweinchen wollen unbedingt wissen, wer hinter den Zerstörungen steckt.Jedes Kapitel beginnt mit einer farbigen Überschrift. Danach folgt eine kurze Einleitung, ähnlich wie im Eingangszitat. Sie weist auf das Wesentliche hin, ist in Blau und fett geschrieben.Die Sprache ist kindgerecht und regt die Phantasie an.Das Buch ist humorvoll illustriert. Die Zeichnungen enthalten viele Kleinigkeiten, die es zu entdecken gilt.Das Buch hat mir sehr gut gefallen.