Obwohl der erste Band bei mir schon eine Weile her ist, bin ich dank der Erinnerungshilfen gut in die Fortsetzung reingekommen.Positiv muss ich auch erwähnen, dass die Autorin sich handwerklich erkennbar weiterentwickelt hat. Während ich den Schreibstil im ersten Band noch als wenig packend empfand, hatte er hier deutlich mehr Charme.Mir gefiel auch die Geschichte wieder richtig gut, weil sie nicht schon x-fach erzählt wurde. Wenn man viel in einem Genre liest, bekommt man es ja nur noch selten mit neuen Ideen zu tun, aber wenn es dann passiert, freut man sich umso mehr.Die drei Königinnen sind Charaktere, denen ich gern folge, wobei es mir vor allem Katharine angetan hat, die auf dunkle Weise verändert aus der Brecciaspalte zurückgekehrt ist. Ich bin gespannt, was bei ihr noch auf uns wartet. Auch ihre Liebesgeschichte mit Pietyr ist für mich die emotionalste.Richtig aufregend wurde es leider erst spät, so dass ich mich durch einige zähe Passagen kämpfen musste, die nicht sonderlich geschickt aufgebaut waren und mich nicht an die Seiten fesseln konnten.Eine große Schwäche ist für mich weiterhin, dass ich keine konkrete Vorstellung von den meisten Figuren in meinem Kopf habe, da die Autorin kaum Hinweise darauf liefert, wie sie aussehen und was an ihnen besonders ist. Hier mal eine Haarfarbe, dort mal ein kleines Detail, aber mehr eben auch nicht. Dadurch wurden sie in meiner Vorstellung nicht wirklich lebendig.Die Ideen sind originell und ich habe die Charaktere ins Herz geschlossen und möchte wissen, wie es für sie weitergeht. Der letzte Funke fehlt mir auf Grund der Kritikpunkte noch, aber vielleicht springt der ja im nächsten Band über.