★★★★★
k.A.
29.06.2026
ean-shopping.de
Das Buch hat eine melancholische Stimmung, die gut zur Thematik passt, aber die Geschichte wirkt etwas vage und die Sprache ist nicht immer sehr fesselnd.
Ein ergreifendes, lebensnahes Buch. Für Menschen, die die eigene und die Trauer naher Menschen erleben mussten oder noch begleiten. Ich habe das Buch in einem Stück durchgelesen, ohne mich groß an der unaufdringlich auftretenden Religiösität der Autorin zu stören. Ein Buch, dass mich zum erstenmal an einer Stelle zum Weinen gebracht hat. Ihre Reise durch das Trauerland ist wunderbar geschrieben, ich werde es sicher noch ein zweitesmal lesen.
Erwählt, Geliebt, Beschenkt … denn ich bin die Trauer und meine es gut mit dir! Eine wundervolle Reise durch die Wüste von Leben, Krankheit und Tod. Ein Appell an die Zeit, die uns gegeben ist.Wie geht es Menschen deren Schicksal zeitweise von Krankheit, Trauer und Tod geprägt ist? Susanne Ospelkaus hat hier dafür ihre eigenen Schicksalsschläge, Erlebnisse und den Apell an das Leben in einem kurzweiligen und sehr intensiven Buch niedergeschrieben.Das Buch ist im kleinen handlichen Hard Coverformat geschrieben und in kurzweilige und sehr gut sortierte Kapitel gepackt.Es ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und wechselt sich mit der fiktiven Ich-Perspektive der Trauer in kurzen Abschnitten ab. Ich möchte gleich vorwegnehmen, dass diese Abschnitte die poetischsten und philosophischsten sind. „… denn ich bin die Trauer und meine es gut mit dir!“Sie hat die Gabe das schwere und ohnmächtige Thema wundervoll nüchtern mit Alltagsgeschehnissen zu beschreiben und gleichzeitig so leidenschaftlich tief ihre Gefühle darzulegen. Es geht hier um ihren und den Kampf ihres Mannes gegen den Krebs und die Behandlung desselben. Susanne beschreibt wundervoll ihren Weg der ersten Konfrontation bis zur ersten Chemotherapie. Es ist bewundernswert, wie positiv und kämpferisch sie ist und damit Vorbild für viele andere. Sie und ihr Mann gehen wundervoll mit den Kindern um und führen sie sehr gut an das Thema heran. Beide sind starke Partner und sehr positiv im anderen Bestärken.Sie macht aus der Trauer etwas Positives und einen treuen Begleiter, der so wundervoll fürsorglich und achtsam ist. Das zu sehen ist sehr schön und so wichtig im Umgang mit dieser.Es ist ein stetiges positives Auf und Ab und es wird plötzlich gestoppt und die nächste Etappe und Diagnose kommt. Wäre es nicht echt, wäre es ein unwirkliches und schlechtes Drehbuch. Ich bewundere Susanne und ihre Power und Stärke. Ein Mutanfall in der Wut und die positive Sicht auf dieses unverdiente Schicksal sind erhellend und geben Kraft. Besonders die wiederkehrende Poesie der Trauer zeigt den wundervollen Umgang mit Krankheit und Ungewissheit. Neben dieser positiven Sicht ist es der Glaube und das Hoffen in Gott, was so stark daherkommt. Ich bewundere Susannes Geschichte, wenn dieser sicher auch ab und an dunklere Stunden hatte wie beschrieben. Ich finde es gut, dass sie diesen nicht so viel Platz gönnt und trotzdem sind sie wahrnehmbar. Bedrückend und ohnmächtig. Ein innerlich sehr forderndes Buch.Erst die Kraft und Energie von Susanne und dann die Zweifel und das weitere Ankämpfen bis zum Nichtwahrhabenwollen. Es ist so schön, dass sie auch in Gedanken alles getan hat und jeden Anker versucht zu greifen. Ich habe selbst beim Lesen an jeden Strohhalm geglaubt und die Konfrontation mit dem Tod hat mir dann Tränen herausgebracht. Dieses wunderbare Mitfühlen mit Susanne ist die Stärke ihrer Geschichte. Danke für diese tiefen Gefühlswelten. Mitten in der Trauer und Verzweiflung fängt sie sich dann im Alltag mit ihren Kindern und gibt Hinweise zum Trauern, die so wertvoll sind und kommt noch tiefer in ihrer Spiritualität mit Gott an. Erzählt von ihren Herausforderungen und den immer wiederkehrenden Fragen und Tränenausbrüchen. Erwählt. Geliebt. Beschenkt. Das ist pure Liebe zum Leben und zu Gott. Es ist fantastisch solche Zeilen mit diesem Schicksal zu lesen. Das Buch ist berührend mit allen Höhen und Tiefen. Diese Widersprüche in Susanne, die nicht als solches Erscheinen, sondern einfach zusammengehören. Traurigkeit und Freude, Leid und Wut. Alles darf da sein. Auch die Wunder können bleiben. Es gehört zusammen. Erwählt! Geliebt! Beschenkt!"Wenn ich die Augen schließe und still werde, höre ich sie lauschen: Ich wache über deine Erinnerungen, denn ich bin die Trauer und meine es gut mit dir!" Susanne gibt so viel Hoffnung so viel Gottesfurcht und so viel Optimismus in dieses Buch. Wow. Eine Achterbahnfahrt durch die Trauer, den Abschied, Krankheit und Tod und das Leben, das Lachen, das Genießen und die Kinder! Sie zeigt "das schreckliche Gefühl, verloren zu sein, weil man das Land, die Sprache und Gebräuche nicht kennt." Man betritt in seiner Ohnmacht die Trauer. Das Wüstenland der Trauer. Ja auch da gibt es Oasen. Danke dafür Susanne. Ich habe mich nach einem Trauerbuch und einer solchen Achterbahnfahrt noch nie so gut gefühlt. Ein Appell an das Leben, an das Aufstehen, an den Schöpfer Gott und das Dasein. Wow. Grandios! Danke für das öffnen deiner Gefühlswelten. Die intensive Emotionalität und Leidenschaft geballt mit Nüchternheit und Annahme des Lebens und des Todes.Das Buch sollte auf jeder Krebsstation stehen und Patienten mit Angehörigen geschenkt werden! Eine wirkungsvolle und sehr gute Medizin!Fünf schwarze Luftballons für dieses Buch, das so viel über das Leben und den Tod schenkt.
Ein wundervolles Buch, das mich beim Lesen oft berührt hat. Immer wieder habe ich gedacht: „Ja, so ist es“. Etwa wenn die Autorin scheinbar alltägliche Nebensächlichkeiten beschreibt wie spuckegetränkte Kekskrümel. Aber auch bei gewichtigeren Themen rund um die Trauer.Die Autorin berichtet am eigenen Beispiel über das Gefühlschaos Trauernder zwischen Wut und Freude, Hoffnung und Resignation, Schwermut und Leichtigkeit. Dies schafft sie mit Abstand zu sich selbst – sodass man nicht das Gefühl hat, hier habe jemand ein Buch geschrieben, um die eigene Trauer zu verarbeiten. Vielmehr ist es ein Buch, das mit dem Leser in Dialog tritt. Dazu helfen etwa die eingestreuten Kapitel, in denen die Trauer selbst personifiziert wird.Neben der Trauer als Person verwendet die Autorin viele andere verblüffende Bilder. Etwa das Leben als Melodie oder Nachbars Katze als Vorbild für ein hoffnungsvolles Leben. Sie schafft dies, ohne den Leser mit diesen Bildern zu überfrachten. Die Bilder dienen aber zu einem besseren Verständnis.Das Buch ist uneingeschränkt empfehlenswert. Wohl jeder kann etwas daraus mitnehmen.