Als großer Fan der Zeichnungen von Petrossi sowie von Onkel Dagobert im Allgemeinen, war klar, dass ich bei dieser edlen Ausgabe trotz des vergleichsweise hohen Preises zuschlagen würde. Insgesamt überzeugt mich dieser Band auch wesentlich mehr als das ebenfalls von Petrossi gezeichnete „Mickys Reisen durch die Zeit“, da neben den Zeichnungen und Kolorierungen hier auch die Geschichte größtenteils zu überzeugen weiß. Die Erzählung aus Dagoberts Jugend strotzt nur so vor Nostalgie und Melancholie und kann meiner Meinung nach mit einem sehr gelungenen Schlussbild trumpfen. Leider kommt die Geschichte allerdings nach ca 2/3 etwas ins Stocken, da Chamblain hier versucht, den zeitlichen Ablauf seiner Story mit den Abläufen aus den alten Dagobert-Klassikern von Don Rosa zu verweben. Dies macht die Geschichte leider unnötig kompliziert und Leser ohne das Vorwissen aus den alten Geschichten werden sich hier etwas verloren fühlen.Von der grafischen Umsetzung - Zeichenstil, Kolorierung, Layout bin ich wie bereits erwähnt schwer begeistert, lediglich die Gesichtsausdrücke von Dagobert wirken an mancher Stelle arg schablonenhaft (der Ausdruck mit einer heruntergezogenen Augenbraue wird SEHR oft verwendet).Insgesamt eine schöne Ergänzung für Fans - wer des Französischen mächtig ist, kann Geld sparen und sich die ebenso schön aufgemachte Ausgabe von Glenat kaufen.