Ich interessiere mich seit mehr als 40 Jahre für Philosophie. Immer wieder versuchte ich, ohne entsprechendes akademisches Studium philosophische Werke zu lesen. Meistens habe ich nur wenig verstanden. Oder ich glaubte zu verstehen; bald stellte sich heraus, dass mein Wissen einer näheren Prüfung nicht stand hielt. So ging es mir mit der Philosophie der Freiheit" von Rudolf Steiner. Vor allem verstand ich nicht: weshalb setzt sich Steiner über mehr als ein Drittel dieses Werkes mit dem Denken auseinander?Erst durch Georg Kühlewinds erstes Werk, Bewusstseinsstufen", wurde mir das klar. Er drückt seine Gedanken in einer Alltagssprache aus und bleibt dabei trotzdem präzise. Dabei nimmt man als Studierender die Denkbewegungen selbst war.Auch in dem vorliegenden Buch, Aufbau..." wird dieser Stil beibehalten. Die Besinnungen und (geistigen) Experimente am Ende eines jeden Kapitels laden zur eigenen ernsten Ausei-nandersetzung mit dem Teilgebiet ein. So bekommt man, philosophisch gesehen, Grund unter die Füße. Das ist Nahrung für die Seele. Es hilft beim Erwerb der Tugend, die Zufriedenheit zur Gelassenheit zu führen.