Maxim und Jona sind beide 9 Jahre alt und beste Freunde. Maxim hat, so meint jedenfalls Jona, ein supertolles Leben: prima Eltern, ein großes Haus mit Garten und dazu auch noch einen Hund, eine Katze und einen Papagei. Komisch nur, dass Maxim in letzter Zeit so mies drauf ist. Sogar bei den haarsträubendsden Spielen - und Jonas Erfindungsreichtum ist da wirklich beachtlich - bleibt Maxim unkonzentriert, wenn nicht gar traurig. Bald findet Jona auch den Grund für die Verzweiflung seines Freundes heraus: Maxims Eltern streiten nur noch und haben scheinbar keinen Gedanken mehr für ihren Sohn. Sie nehmen ihn ja kaum noch wahr. Und warum das Ganze? Nicht etwa, weil sie einander nicht mehr mögen, sondern weil ein unerwarteter Geldsegen (ind diesem Fall wohl eher ein Geldfluch) über sie hereinbricht, der ihr Denken und Fühlen mit Beschlag belegt.Da kann nur eine Gewaltkur helfen: Sie müssen Angst haben um ihren Sohn. Richtige Angst. Todesangst.Klingt dramatisch? Ist es auch. Aber darüber hinaus ist die Geschichte auch noch lustig. Und immer, von der ersten bis zur letzten Seite, ist sie total spannend.Ein wunderbares Buch für alle von 8 - 99. Zum selber Lesen, vorlesen lassen, für die Ferien, als Tröster und, im besten Sinne des Wortes, Zeitverteiber an öden Bettliege-Krankheitstagen. Für die einsame Insel eignet es sich natürlich auch.Man kann mit diesem Buch wirklich nichts falsch machen: die Geschichte ist interessant (oder wusstet ihr schon, wie ein Heißluftballon genau funktioniert?), spannend, abwechslungsreich - und hat ein überraschendes Aufatme-Ende.Geschrieben hat sie Christa Ludwig, die mit genau den richtigen Worten stimmige Szenarien schafft und Mensch und Tier quicklebendig zu machen versteht.Illustrationen gibt es auch. Die sind von Linda Wolfsgruber und absolut so, wie sie sein müssen.Da kann wirklich keiner meckern.
... sind die Zutaten, die Christa Ludwig hier aufs Feinste miteinander versponnen hat: Die Geschichte von Maxim, seinen Eltern und Haustieren und seinem Freund Jona handelt von Liebe und Enttäuschung, von Wagemut und Angst, von Gewinn und Verlust, von Freundschaft, Verzweiflung und Vertrauen. Mit unerwarteten Ideen (etwa die Folterstunde im Sportstudio, das Zahlen-Spiel), und trotz aller Dramatik (ein Fluchtballon, der in die Lüfte steigt) mit Witz und Komik (etwa ein Papagei mit Sprachfehler) ist die dichte Handlung spannend bis zum GUTEN Schluss. Denn am Ende ist alles wieder, wie es vorher war, aber Eltern und Sohn haben eine Probe bestanden und mit Verstehen und gegenseitigem Verständnis wieder zueinander gefunden. Die Handlung ist ebenso realistisch wie phantastisch, federleicht wie ein dahin gleitender Ballon und bodenschwer wie ein verwüsteter Garten. Eine abenteuerliche, anrührende und wunderschöne Geschichte!