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★★★★★ Volker M. 10.09.2023 amazon.de
Der nun erschienene vierte Band schließt die Reihe der Bestandskataloge der Dresdner Skulpturensammlung ab, wobei man berücksichtigen muss, dass einige Teile, wie die Sammlung Sieglin bereits separat publiziert und nicht erneut aufgenommen wurden. Ebenfalls nicht berücksichtigt sind Antikenkopien und Fälschungen, die derzeit bearbeitet werden und in einem eigenen Band veröffentlicht werden sollen. Somit ist der Bestand der antiken Steinskulptur nun vollständig erfasst und steht seit der letzten Gesamtschau aus dem Jahr 1811 (!) nun erstmals wieder geschlossen der Öffentlichkeit zur Verfügung.Die römischen Reliefs, Geräte und Inschriften, die den Themenrahmen des vierten Bandes bilden, sind zu einem großen Teil erst spät in die Sammlung gekommen und zeigen sich daher meist im originalen Fundzustand, ohne Restaurierungen und Ergänzungen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt sich eine Wertschätzung für das Original, das man in früheren Zeiten oft in einen idealisierten Neuzustand versetzt hatte. Damit wurden der Forschung oft wertvolle Informationen über Oberflächenbehandlung, Farbigkeit und Fundzusammenhang geraubt. Wie wichtig solche Details im Einzelfall sein können, zeigt sich besonders im vorliegenden Band, bei dem oft kleine Bruchstücke in der Analyse ein manchmal erstaunlich vollständiges Bild zeichnen. Die römische Reliefs stammen zu einem großen Teil aus der Grabskulptur, ein eher geringer aus sakralem Zusammenhang. Dem häuslich-privaten Umfeld lassen sich in erster Linie die Gerätschaften, wie z. B. steinerne Reibefinger, und vereinzelte Architekturfragmente zuordnen, die thematisch vielleicht etwas aus dem Rahmen fallen, aber der materialtechnischen Vollständigkeit halber ihren Platz im Bestandskatalog gefunden haben.Insbesondere bei der näheren Untersuchung von einigen großformatigen Objekten haben sich teilweise verblüffende neue Erkenntnisse ergeben. So datieren die Autoren die imposante Kandelaberbasis aus der Sammlung Chigi, die sich seit dem 18. Jahrhundert in Dresden befindet und die schon oft publiziert wurde, mit sehr nachvollziehbarer Begründung in frühaugusteische Zeit und damit gut 100 Jahre früher als die bisherige Deutung. Es ist nicht die einzige Überraschung und dank der auch bei kleinen und kleinsten Objekten unverändert sorgfältigen Behandlung, lassen sich selbst dort noch detaillierte Aussagen ablesen.Wie schon in den Vorgängerbänden widmet sich der Fachbeitrag einer abgeschlossenen Sammlungsepoche, in diesem Fall der Entwicklung seit dem Ende des Ersten Weltkriegs. Ankäufe sind aufgrund der prekären Finanzlage kaum möglich und werden ab 1932 vollständig eingestellt. Zugänge erhält die Sammlung seitdem nur noch in beschränktem Umfang durch Schenkungen und Stiftungen. Kurz angerissen werden auch noch die Situation nach dem Zweiten Weltkrieg und die Restitution der als Kriegsbeute nach Russland verbrachten Sammlungsteile.Der Katalogteil ist mit der schon aus den vorangegangenen Bänden Sorgfalt editiert, unterstützt durch zahlreiche (Detail)fotos, umfangreiche technische und formanalytisch-typologische Analysen, Bibliografien und teilweise auch Rekonstruktionsvorschläge. Die Qualität und Systematik der Bearbeitung wird in der Regel die persönliche Inaugenscheinnahme vor Ort ersparen und erschließt der Forschung nunmehr die bedeutendste Sammlung antiker Skulptur auf deutschem Boden in umfassender und zukunftsweisender Form.
EAN 9783777432571

Skulpturensammlung Römische Reliefs Geräte und Inschriften Leinen

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Produktfakten auf einen Blick zur EAN 9783777432571

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9783777432571

Produktbeschreibung

Bei den 117 in diesem Band gezeigten Skulpturen der Dresdner Antikensammlung handelt es sich um reliefgeschmückte Denkmäler der römischen Kaiserzeit wie Prunkmöbel Grab und Schmuckreliefs Sarkophage und Architekturfragmente. Die Werke stammen aus den römischen Sammlungen des 17. und 18. Jahrhunderts ein großer Teil aus den Erwerbungen Georg Treus.Die Skulpturen dieser spezifisch römischen Denkmälergattung belegen aufs Neue die Qualität des Dresdner Bestandes an Marmorbildwerken. Reizvoll sind die römischen Schmuckreliefs wie das filigran gearbeitete Schauspielerrelief ein »Juwel der Kuns
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