Der Austausch von überlebenswichtigen Dingen war immer schon ein notwendiger Teil der
Lebensgestaltung des Menschen. Es wurden dabei nicht bloß Gegenstände ausgetauscht sondern es
ging immer auch um Wissen über die Natur um Denkweisen und Strategien des Überlebens. Vor
diesem Hintergrund stellt sich das Buch die Frage ob es einen transkulturellen Austausch von
Denkweisen und Wissen gegeben hat das für die Pädagogik in Europa relevant war. Diese Frage
wird exemplarisch in vier zeitlichen Epochen untersucht wobei ein Schwerpunkt auf den
Beziehungen zwischen Europa und im Zuge der (gewaltsamen) europäischen Expansion eroberten
Gebieten in Lateinamerika liegt. Es wird gezeigt wer welche Informationen über Land und Leute
in den spanischen und portugiesischen Kolonien nach Europa transferiert hat welchen Zwecken
diese Informationen dienen und welche Auswirkungen dies in Europa hatte.