★★★★★
k.A.
15.06.2026
ean-shopping.de
Die gebundene Rom Villa Massimo ist ein schönes und hochwertiges Produkt, obwohl ich mir etwas mehr Platz für die Details gewünscht hätte. Die Qualität des Materials ist jedoch wirklich gut und die Verarbeitung ist gelungen.
Ein Buch des wunderbaren Autoren Hanns-Josef Ortheil in die Hand zu nehmen bedeutet die Begegnung mit einem besonderen Phänomen. Ortheils Bücher hinterlassen den Eindruck, dass bei seinen Beschreibungen und Erzählungen die Welt irgendwie stehen bleibt. Andererseits zeigen die Protagonistinnen und Protagonisten seiner Romane eine beeindruckende Bewegung und Lebendigkeit. Mit dem Roman „Rom, Villa Massimo“ ist dies natürlich auch so.Denn Ortheil entführt die Leserin bzw. den Leser in die Umgebung der römischen Villa Massimo, wo deutsche Künstlerinnen und Künstler mit einem einjährigen Stipendium leben können. Er zeigt die Villa Massimo als einen Mikrokosmos, in dem sich ebenso skurrile wie interessante Persönlichkeiten treffen. Peter Ka, der Hauptdarsteller, ist ein verschrobener und vereinsamter Lyriker aus Wuppertal. Für Peter Ka ist die Reise nach Rom und das dortige Verbleiben das Eintauchen in eine fremde Welt.Diese fremde Welt übt auf den scheinbaren Eremiten eine Faszination aus. Aus der Position eines teilnehmenden Beobachters seziert er die Architekten, Musiker und bildenden Künstler, die sich gleichzeitig auf dem Campus der Villa Massimo bewegen. Peter Ka wird nicht nur so dargestellt, dass sein Lebensraum einen ausdrücklichen Reduktionismus ausweist. So wirkt er auch bei der Wahl der Worte, mit denen er den Alltag in der Künstlerkolonie beschreibt, vorsichtig, abwägend und um eine gewisse Kargheit bemüht.Wie bei vielen Büchern Ortheils stellt sich bei der Lektüre des Buchs „Rom, Villa Massimo“ die Frage, wie viel Autobiographisches sich hinter der Geschichte verbirgt. Ortheil selber würde diese Bedeutsamkeit sicher von sich weisen. Gleichzeitig sieht man ihn während des Lesens immer vor den eigenen Augen, teilt vielleicht auch seine Begeisterung für das alltägliche Eremitendasein.Peter Ka bleibt in den ersten Tagen und Wochen eher in der kleinen Welt der Villa Massimo, malt sich aus, was seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter in den bereitgestellten Appartements tun. Umso überraschter ist er, was er während gegenseitiger (seltener) Besuche und Rundgänge durch die Appartements erblicken kann. Wie gewohnt setzt Peter Ka (oder auch Hanns-Josef Ortheil) die Präsentation des Wohn-und Lebensraums mit den einzelnen Persönlichkeiten in Beziehung.Hanns-Josef Ortheil präsentiert sich mit dem Roman „Rom, Villa Massimo“ einmal mehr als faszinierender Erzähler, der es versteht, die Leserin bzw. den Leser an seinen Text zu binden. Seine Charaktere nehmen den Leser bzw. die Leserin mit in die italienische Hauptstadt. Es braucht die Kargheit der äußeren Darstellung, um die innere Fülle der Ortheilschen Romane wirklich kennenzulernen.Es gibt inspirierende Momente, wenn Peter Ka den Mikrokosmos der Villa Massimo verlässt, um sich in das Chaos und die unbändige Lebendigkeit der italienischen Hauptstadt zu wagen. Dort findet Peter Ka seine kleinen Inseln der Gemütlichkeit und Entschleunigung, um das Leben aus einer wohl auch nötigen Distanz wahrzunehmen. Dort liegt wohl auch ein Teil der Sympathie, die man für Ortheils „Villa Massimo“ entwickelt. Ach nee, es ist mehr als Sympathie.
Armer aber begabter Dichter verlässt seine Heimat Wuppertal für ein Stipendiatsjahr in Rom.Hanns-Josef Ortheil beschreibt auf virtuose und humorvolle Weise verschiedenste (Künstler-)Charaktere und ihr Zusammenwirken einerseits und die Stadt Rom andererseits, wie sie ein Tourist eher nicht wahrnimmt.Ein wunderbares Buch! All denen zu empfehlen, die die ewige Stadt von einer ganz persönlichen Seite kennenlernen oder wiedererkennen wollen!
Gewöhnlich kennt man Rom mit seinen unzähligen Sehenswürdigkeiten aus den gängigen Touristen-Reiseführern und von den eigenen Entdeckungen her. Der Roman über die Villa Massimo vermittelt dem Leser einen Eindruck der besonderen Art. Beschrieben wird eine deutsche Akademie ausserhalb des unmittelbaren Stadtzentrums, in der verschiedene Künstler-Persönlichkeiten ein Studienjahr verbringen. Die Romanfigur Peter Ka, ein Lyriker aus dem Wuppertal erzählt von seinen Begegnungen mit den anderen Stipendiaten, seinen ersten Erkundungen rund um das Akademie-Gelände und dann später auch seine weiteren Ausflüge ins Innere der Stadt. Ergänzt wird das Buch durch viele eindrucksvolle Fotografien, die vor allem im begleitenden Text ihren Ausdruck finden.Ein poetisches und inspirierendes Buch eines Autors, denn ich immer wieder sehr schätze und ausserdem ein wunderbarer Reisebegleiter für Personen, die gerne für einen Augenblick in eine Welt abseits des Touristentrubels eintauchen möchten.