Achtung Spoiler! Erst danach lesen.Arno Strobel hat mit diesem Buch einmal mehr gezeigt, dass man auch spannend schreiben kann, ohne irgendwelches hochkarätiges Wissen mit einzubauen. Dramatisch, clever, schlicht. Ich gebe gern zu, dass mir solche Genres an Büchern am meisten gefallen - und dabei sind diese nicht nicht unbedingt einfach zu schreiben! Wie schnell kann es passieren, dass der Leser den Täter zu früh enttarnt und somit das Buch zum Zwangsobjekt wird. Nicht mit Arno Stobel. Es ist nicht mein ersten Buch, was ich von ihm lese. "Offline" habe ich mir zuvor reingezogen. Und ich muss sagen, "Abgründig" glänzt in vielen Punkten mehr, wie die Digital Detox Tour (was nicht heißt, dass es langatmig war, niemals). Abgründig hat den Effekt, dass man ab der Mitte des Buches absolut keinen Schimmer mehr hat, wer denn der Täter ist. Klar, Tim ist in den Vordergund gerückt, doch jeder konnte sich denken, dass er wohl nicht etwas mit dem verschwinden von Ralph zu tun hat.So streckt sich das Buch immer weiter. Es wurde in der winzigen Hütte eine immer nervenzermürbende Spannung erzeugt, was definitiv nicht jedem Autor in so einer Situation, mit so wenig Platz und Spielraum für Ideen gelungen wäre. Arno Strobel hält sich an den Plan und weicht nie vom Thema - mit der gelungene Eskalation um Tim. Ein grandioses Spiel mit den Nerven...Und dann der Showdown: Der Regen lässt nach, sie verschwinden aus der Hütte und dann finden sie Ralph, der... der gestürtzt ist und das ohne Fremdeinwirkung!? Ich hab den letzten Seiten entgegen gefiebert und gehofft, dass sich noch irgendeine Wendung ereignet - doch da kam einfach nichts mehr. Es war ein Unfall, kein versuchter Mord.Ich übertreibe nicht, indem ich sag, es wäre eins meiner Lieblingsbücher geworden, aber das Ende ist für mich eines der schwächsten, die ich gelesen habe. Und bei dieser spannenden Schreibweise ärgert es mich. :/
Das Buch "Abgründig" von Arno Strobel ist wirklich gut als Schullektüre geeignet.Der Inhalt hat mich allerdings nur in Maßen überzeugt, da einige Figuren im meinen Augen oft ein wenig unlogisch gehandelt haben und mir das Ende nicht sehr zu gesagt hat, da es weder einen Mörder noch ein richtiges Opfer gab.Ich hätte mir auch zu einigen Personenn, wie Janik oder Julia ein bisschen Hintergrundwissen oder eine Backgroundstory gewünscht.Auch das Ende bzw. die letzten Kapitel verliefen mir etwas zu schnell, da das Buch an einigen Stellen wirklich sehr lang gezogen wirkte.Das Lesealter würde ich etwa ab 12 Jahren einstufen, da die Handlung teilweise doch etwas komplex und brutal ist.Für Leute, die das Buch einfach so lesen möchten, ist es sicherlich auch schön.Für Fans des Autors könnte es jedoch auch eine ziemliche Enttäuschung sein.