★★★★★
k.A.
26.06.2026
ean-shopping.de
Das Hörbuch ist sehr atmosphärisch und fängt die mystische Stimmung des Romans hervorragend ein, allerdings gibt es im Tempo an einigen Stellen eine leichte Verzögerung.
Gleich vorweg sollte ich vorausschicken, dass ich von aller Anfang an ein Fan vom Gruselkabinett war und noch immer bin. Dies heiBt allerdings nicht, dass ich jede Folge kritiklos bewundere. Was mich aber jedesmal am Gruselkabinett freut und begeistert ist, mit wieviel Liebe und Aufmerksamkeit und Atmosphäre dies Hörspiele gemacht werden.In dieser Folge geht es um einen geheimnisvollen schwarzen Monolithen in den Karpaten, der zumindest Albträume zu bescheren weiB. Und auch wenn einige Aspekte der Geschichte (zB dass der Erzähler nicht weiB, welche Nacht es ist) nicht ganz glaubhaft in der Welt der Geschichte erscheinen, so fällt dies sicherlich nicht zulasten der Produktion, sondern eben des Ursprungsmaterials, wobei sie auch nicht wirklich stören; wer Realitätsnähe will, sollte sich Nachrichten anhören.Ganz verstehe ich auch nicht Rezensionen, die die Tatsache, dass das Cover-Bild die ganz Geschichte erzählt, bekritteln. In den meisten Gruslekabinettfolgen ist die Handlung doch eher absehbar und ich finde die Freude besteht darin zu erfahren, wie genau sich das abspielen wird.In diesem Fall, geht es doch um den Cthulhu-Mythos, war ich überrascht, einen ich-Erzähler zu hören, geht es doch bei den meisten Geschichten darum, dass zuviel Wissen zum Wahnsinn führt. Das wird aber am Schluss sehr schön gelöst (und mehr will ich auch nicht verraten).Der Wissensdrang der Hauptperson, Caleb Thomas (gesprochen von Sascha von Zambelly) wird exzellent dargestellt, und die geflüsterte Konversation am Anfang ist stimmungsvoll perfekt umgesetzt. Der Schulmeister (Uli Krohm) ist ebenfalls sehr gut umgesetzt als jemand, der zuviel weiB, es aber nicht wissen will. Meines Erachtens nach ist die Schlüsselszene phantastisch umgesetzt und da zeigt sich wieder die Stärke der Titania Medien Folgen: mit wenigen Lauten wird ein stimmiges - und furchtbares - Bild erfahr- und erfühlbar gemacht. Dass Marc Gruppe und Stephan Bosenius für diese Szene ihre Tochter verwendet haben, beweist, dass die zwei Humor haben.Lange Rede, kurzer Sinn: eine groBartige Umsetzung einer langsam dahinschleichenden Geschichte über zuviel Wissensdrang.