Ich habe Petra Hülsmanns Bücher vor einiger Zeit für mich entdeckt, als ich ein Leseexemplar ihres ersten Buches „Hummeln im Herzen“ für mich beanspruchen konnte. Ihre Bücher haben etwas an sich, das mich an die Seiten fesselt und mich dazu bringt, das jeweilige Buch in einem Rutsch ohne Pause durchzulesen.Am Anfang war mir Marie was zuwider. Die 29 Jahre konnte ich ihr fast nicht abnehmen, so unreif und verantwortungslos benimmt sie sich. Doch je weiter das Buch fortschritt, desto mehr hat sie sich verändert und auch wenn ich über manche Dinge nur den Kopf schütteln konnte, mochte ich doch die stetige Veränderung, die mit Marie vorging und wie sehr sie sich weiterentwickelt hat. Dabei konnte man mit der Zeit auch erkennen, dass unter der fröhlichen Schale der Partylöwin ein weicher, verletzlicher Kern liegt. (Auch wenn ich den Grund für ihr Verhalten recht bald erraten konnte.)Auch die anderen Figuren mochte ich sehr. Allen voran fand ich Christine sehr gut dargestellt. Die Krebsdiagnose wirft sie aus der Bahn und wie sie und Marie und die Kinder in dieser schweren Zeit miteinander und mit der Krankheit umgehen, fand ich sehr realistisch und traurig und irgendwie faszinierend zu beobachten. Hier wurde nichts beschönigt und ich habe als Leserin recht schnell angefangen selbst mit der Familie mitzuleiden.Noch anzumerken ist natürlich, dass auch der Taxifahrer Knut wieder einen Gastauftritt in diesem Buch hat, der die einzelnen Bücher der Autorin miteinander verbindet. Man erfährt so auch kleine Schnipsel, was bei den Hauptfiguren aus den anderen Büchern so los ist, was ich sehr liebenswert finde.Während ich bei anderen Büchern der Autorin noch das Gefühl hatte, dass man ruhig das eine oder andere weglassen hätte können, fand ich die Länge und den Verlauf der Geschichte in diesem Buch sehr passend. Vor allen Dingen gefiel mir, dass die Liebesgeschichte nicht zu sehr im Vordergrund stand. Zwar war sie immer noch wichtig, aber auf eine angenehme Art und Weise, während Maries Veränderungen, die Krankheit ihrer Schwester und wie alle mit der neuen Situation umgehen, das eigentliche Hauptthema waren. Das hat mir sehr gefallen.Ich hatte sehr viel Freude an „Das Leben fällt, wohin es will“ und empfehle es gerne weiter. Ich freue mich schon sehr auf ein neues Buch von Petra Hülsmann und hoffe, dass ich nicht zu lange darauf warten muss.
Dieses war das erste Buch von Petra Hülsmann welches ich gelesen habe. Auf Grund meiner bisherigen Bestellungen wurde es mir als Empfehlung angezeigt. Die Beschreibung hat mir auch sehr zugesagt, weshalb ich es dann auch bestellt habe. Ich muss aber offen gestehen, dass ich so meine Schwierigkeiten hatte in die Geschichte reinzukommen. Die Hauptperson Marie nervte mich mit ihrer vorpubertären Art nämlich gewaltig. Nach ein paar Kapiteln war ich dann aber drin und ich muss sagen, dass ich froh bin, nicht aufgegeben zu haben. Bedingt durch die schwere Krankheit ihrer Schwester macht sie nämlich einen gewaltigen Reifeprozess durch, den man nun Stück für Stück mitverfolgen konnte. Irgendwann war ich dann an einem Punkt, an dem ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Mir hat das Buch sehr gefallen und ich habe mich entschlossen, mir noch ein paar Romane der Autorin zu besorgen.