Es kommt immer wieder vor, dass man sich zufällig für den Kauf eines Romans entscheidet und dann feststellt, dass man einen ausgemachten Glücktreffer gelandet hat. Im Falle von »Das zweite Gedächtnis« aus der Feder von Ken Follett war ich mir allerdings von Anfang an recht sicher, keinen Fehlgriff getan zu haben.●●●●●●●●●● ALLGEMEINE INFORMATIONEN ●●●●●●●●●●Titel: Das zweite GedächtnisOriginaltitel: Code to ZeroAutor: Ken FollettVerlag: Verlagsgruppe LübbeFormat: Gebundene AusgabeLand / Jahr: USA / 2000Genre: Agenten-ThrillerSeiten: 448●●●●●●●●●● DER KAUF ●●●●●●●●●●Ich hatte mir »Das zweite Gedächtnis« am 8. März 2020 als gebundene Ausgabe zugelegt.●●●●●●●●●● DIE AUFMACHUNG ●●●●●●●●●●Die gebundene Ausgabe kommt sehr schön daher und enthält zudem ein blaues Lesebändchen, was das Buch recht edel wirken lässt. Die Seiten des 448 Seiten starken Buches sind recht dick und die Buchstaben angenehm groß gehalten, sodass auch ältere Semester ohne Lupe in den ungetrübten Lesegenuss kommen können. Zudem wird jeder der sechs Teile im Roman durch eine passende Zeichnung eingeleitet, die einem Puzzle mit abweichenden Motiven ähnelt.●●●●●●●●●● DER AUTOR ●●●●●●●●●●Der 1949 in Cardiff, Wales, geborene Ken Follett zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Schriftstellern der Welt und hat sich mit Romanen wie »Die Nadel« (1978) und »Die Säulen der Erde« (1990) einen Namen gemacht. Im Jahr 2000 erschien schließlich sein Roman »Code to Zero«, im darauffolgenden Jahr erschien die deutsche Übersetzung.●●●●●●●●●● INHALTSANGABE ●●●●●●●●●●Ein Mann erwacht auf der Herrentoilette der Union Station in Washington D.C. und kann sich an nichts mehr erinnern. Ein Blick in den Spiegel offenbart einen Obdachlosen, den er nicht erkennt; auch an seinen Namen kann er sich nicht erinnern. Als ein weiterer Obdachloser ihn »Luke« nennt, hat er zumindest einen Anhaltspunkt. Stück für Stück muss er nun seine wahre Identität in Erfahrung bringen. Wer ist er? Was ist sein Beruf? Wer sind seine Freunde? Hat er gar Feinde? Vor allem stellt sich ihm diese Frage, als er bemerkt, dass er verfolgt wird und ganz offensichtlich über Fähigkeiten verfügt, sich seiner Verfolger zu erwehren. Als sich nach und nach alles zu einem großen Ganzen zusammensetzt, muss Luke feststellen, dass er das Opfer einer perfiden Intrige geworden ist …●●●●●●●●●● MEINE MEINUNG ZUM BUCH ●●●●●●●●●●Mit »Das zweite Gedächtnis« ist Ken Follett ein Agenten-Thriller gelungen, der mir richtig gut gefallen hat. Zwar hat man die Grundthematik schon in der einen oder anderen Form gelesen oder gesehen (beispielweise in »Die Bourne Identität« von Robert Ludlum aus dem Jahr 1980), jedoch bindet Ken Follett seinen Agenten-Thriller gewohnt gekonnt in historische Begebenheiten ein – konkret in den Start der »Explorer 1« am 1. Februar 1958, dem ersten Erdsatelliten der USA.Der Leser erfährt Schritt für Schritt, wie sich Luke aufmacht, um seine Identität in Erfahrung zu bringen. Dabei ist man ihm als Leser in gewisser Hinsicht stets einen Schritt voraus, fiebert aber dennoch mit. Zudem gibt es immer wieder Rückblenden, die dem Leser zeigen, wie Luke einst mit seinen besten Freunden während der College-Zeit abgehangen hat, wie sie sich unterschiedlich weiterentwickelt haben und schließlich für die U.S. Army als Wissenschaftler, für die CIA als Agent oder als Psychologe tätig sind.Am spannendsten finde ich jedoch, wie sich Luke, ohne einen Cent in der Tasche, in der für ihn unbekannten Stadt fortbewegt und dabei immer mehr über sich in Erfahrung bringt. Hierbei stellt man sich unweigerlich die Frage, wie man selbst in dieser Situation agieren würde. Wüssten wir, was wir tun müssten, um uns an uns selbst zu erinnern? Vor allem, wenn uns dies in einer Stadt widerfährt, in der wir nicht zuhause sind?Neben dieser ohnehin schon sehr kniffligen Ausgangssituation muss sich Luke sehr bald damit abfinden, dass er ins Fadenkreuz einiger zwielichtiger Gestalten gerät. Wieso hat er überhaupt seine Erinnerung verloren? War es ein Unfall? War es Vorsatz? Und wer könnte daran Interesse gehabt haben? Wer sind die Männer, die ihn so offensichtlich verfolgen?Dem Leser wird dies alles sehr viel eher offenbart, womit wir dem Protagonisten stets etwas voraushaben. Vor allem wissen wir aber, was sich am 1. Februar 1958 in Cape Canaveral ereignet hat. Und trotz dieses Wissens ist »Das zweite Gedächtnis« immer noch ein hochspannender Thriller, da man sich weniger auf das zu erwartende Ende denn vielmehr auf das Drumherum konzentriert.Ohne allzu viel verraten zu wollen, kann ich jedem, der sich für Raumfahrt und für Thriller interessiert, »Das zweite Gedächtnis« von Ken Follett nur wärmstens ans Herz legen. Spannung, Drama, Freundschaft, Verrat, Leidenschaft, Hoffnung und Liebe – hier bekommt jeder etwas geboten.●●●●●●●●●● MEIN FAZIT ●●●●●●●●●●Mit »Das zweite Gedächtnis« ist Ken Follett ein spannender Agenten-Thriller der etwas anderen Art gelungen.
Dieses Buch fade ich supertoll. Ich fande es gut, wie an jedem Kapitelanfang etwas über den Raketenaufbau geschrieben wurde, denn so habe ich etwas über ihren Aufbau gelernt. Ich habe zwar nicht alles verstanden, trotzdem fande ich gut, wie es gemacht wurde. Dieses Buch war gut ausgearbeitet, denn so konnte ich mich gut in die Charaktere hineinversetzen. Ich finde es gar nicht so unwahrscheinlich, dass jemandem das Gedächtnis gelöscht wird, auch wenn ich es nicht nachvollziehen kann. Ich stelle es mir schlimm vor, aufzuwachen und nicht zu wissen, wer man ist. Man kann Auto fahren, etwas zu essen bestellen und hat Fachwissen von seinem Job, doch man weiß noch nicht einmal, wie man heißt. Ich kann den Druck gut nachvollziehen, der auf den Ingenieuren gelastet hat, als es darum ging, dass die Rakete unbedingt starten soll, weil man sonst gegen die Russen auf Jahre hinaus den Kürzeren gezogen hätte, geschweige denn von dem Imageverlust. Ich fande es auch schockierend, was Luke alles über seine FRau erfahren hat, was er sonst nie gewußt hätte, dass sie ein Spion war, der hauptsächlich dazu da war, ihn auszuhorchen und ihn nur deshalb geheiratet hat und nicht weil sie ihn liebt! Es war nur ein bißchen komisch, dass sein ehemals bester FReund ihn jetzt töten will und dass er es hauptsächlich war, der dieses Manöver veranstaltet hat. Trotzdem hat Luke jemanden gefunden, die zu ihm hält. Es war auch eine Freundin aus Collegezeiten, wie auch seine Frau... die sich aber überhaupt nicht um ihn schert und nur die Raketensabotage im Kopf hat!Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen. Mir wurde dabei nie langweilig. Ich hätte immer noch mehr gelesen, wenn ich die Zeit dazu gehabt hätte.