Inhalt:www.achtnacht.de, das ist der neueste Hit im Internet. Dort kann man völlig straffrei jemanden vorschlagen, der am 08.08. um 8.08 Uhr zum Freiwild wird und jeder, der sich zum Jäger berufen fühlt und gern mal ohne Folgen jemanden töten möchte, kann sich dort registrieren und gegen einen kleinen Obolus teilnehmen...Das klingt auch in den Ohren von Benjamin Rühlmann völlig verrückt und eher nach einer Fake-Meldung im Netz, einem blöden Spaß, den sich ein paar gelangweilte Kids ausgedacht haben. Zumal er selbst grad ganz andere Sorgen hat! Alkoholprobleme, Geldsorgen, eine Tochter, die nach einem tragischen Unfall im Rollstuhl sitzt und nun auch noch im Koma liegt und eine Ex-Frau, die ihm dafür die Schuld gibt.Warum taucht dann aber sein Name neben dem einer gewissen Arezu auf, in den Nachrichten, auf Videowalls, im Netz, überall wird er als einer der beiden Achtnächter bezeichnet. Wieso sollte ihm jemand nach dem Leben trachten? Und was hat diese merkwürdige Arezu für ein Problem? Eine irre Jagd durch die Nacht bringt irgendwann Klarheit und die ist alles andere als leicht zu verdauen.Meine Meinung:Wirklich Zukunftshorror?Was war ich neugierig auf den nächsten Fitzek, ich konnts kaum abwarten, so kurz nach dem letzten gleich wieder ein Burner? Die Vorschusslorbeeren, die Textfetzen, die man lesen konnte, versprachen einiges. Klar, dass ich gleich zum Erscheinungstag in den Buchladen gestapft bin und mir ein Exemplar sicherte.Schon das Cover ist genau meins! Meine Farben! Und das lockt natürlich so ein Fitzek-Fangirl wie mich erst recht an. Aber es verrät einem nichts wirklich über den Inhalt. Aber die glänzende 8 hat schon einen Bezug.Der Einstieg fällt einem leicht, weil man wieder mit einem leicht lesbaren Schreibstiel bedient wird. Das macht es immer wieder zu einem Lesegenuss, wenn man zu einem Fitzek greift. Auch hier gelingt einem das Folgen ganz einfach und man lernt schnell die Figuren kennen und was ihnen geschieht, in welcher Welt Benjamin Rühlmann da lebt, sein Leben, sein Versagen, sein Wunsch nach Normalität, die Zeit zurückdrehen zu können. Und dann der Schock, dass jemand seinen Tod wünscht, ihn nominiert hat bei der „AchtNacht“... schon grausam! Und eigentlich finde ich die Idee auch wirklich klasse. Sehr gruselig, weil es ja nicht so wahnsinnig weit hergeholt ist, dass sowas mal in den Social Medias auftaucht. Die Hasskommentare auf Facebook sind doch erst der Anfang...Es gibt auch einige sehr bizarre Momente, mit denen er mir echt Freude bereitet hat, der gute Herr Fitzek.Und jetzt kommts. Es bit für mich persönlich ein fettes ABER! Denn trotz der echt in unsere Zeit passenden Idee, um einem Gänsehaut zu bescheren, hat er für mich das erste Mal einen riesigen Fehler gemacht. Es gibt eine Tatsache, die sich ganz schnell in mein Hirn eingenistet hat und nicht mehr raus wollte. Ich werde sie jetzt nicht verraten, das wäre böse und ich weiß, dass es etliche gibt, die es entweder gar nicht wahrgenommen haben oder bei denen der Rest diesen Fehler ausgemerzt hat. Aber mich hat das etwas enttäuscht. Man hat ja doch recht hohe Erwartungen irgendwann an einen Autor des Kalibers eines Fitzek...Genau wie bei Die Therapie wird mich aber auch das jetzt nicht davon abhalten, im Herbst zum nächsten Fitzek zu greifen! Und die Story ist ja ansich auch wirklich super gedacht, aber gegenüber „Das Paket“ fehlte mir aufgrund des Fehlers zum echten Reißer einfach was, das hat mich gehindert, dem ganzen so völlig ohne Nachzudenken zu folgen.Fazit:Gut erdachtes Horrorszenario nach Fitzek-Manier, mit einem Fehler versehen, den ich leider nicht aus dem Kopf bekommen habe!© Sabine Kettschau/Niliversum
Infos zum BuchTitel: AchtNachtAutor: Sebastian FitzekSeiten: 416Verlag: KnaurHandlungsort: Berlin, DeutschlandErstveröffentlichung: 14. März 2017Infos zum Autor„Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.“ (Quelle)AussehenDas Cover hat mich persönlich sehr angesprochen. Die rote 8 sticht einem sofort ins Auge. Genauso gut setzt sich sowohl der Titel, als auch der Name des autors gut von dem Rest des Covers ab. Was auf den zweiten Blick erst auffällt, sind die Personen in der 8, die eine einzelne Person verfolgen. Dieses finde ich persönlich nicht so gut gelöst, da ja schon am Anfang sofort klar ist, dass zwei Personen Achtnächter sind. Im Allgemeinen ist das Cover aber eher schlicht gehalten und passt somit gut zu den anderen Büchern von Fitzek.Inhalt des BuchesKannst du dir eine Person vorstellen, der du den Tod wünscht? Kannst du dir vorstellen, diese Person zu verraten? Kannst du dir vorstellen, das diese Person wirklich getötet wird? Alles begann als Experiment und ist dann doch aus dem Ruder gelaufen. Zwei Menschen am 8.8. auf der Flucht vor 80 Millionen Feinden, denn wer will nicht straffrei töten und auch noch 10 Millionen Euro dafür bekommen?Das ungefähr beschreibt den Inhalt des Buches AchtNacht ziemlich genau. Es ist eigentlich nur ein Experiment einer Psychologiestudentin, die herausfinden will, wie weit Menschen für Geld und Rache gehen. Doch ihr eigentlich harmloses Experiment und ihre Fiktion wird zur Wirklichkeit. Am 8.8. um 8:08 Abends wird der Achtnächter gezogen, Benjamin Rühmann. Er soll die AchtNacht nicht überleben und kämpft 12 Stunden lang ums Überleben gegen 8 Millionne Freinde. Doch auch die Ziehung des Achtnächters erfolgt nicht problemlos, denn neben Ben wird noch eine weitere Person gezogen, die vogelfrei ist. Gemeinsam mit Ben versucht Arezu ihr Experiment zu stoppen und für die beiden steht nicht nur einmal das Leben auf dem Spiel.Es scheint als hätten mehrere Personen Grund oder Lust die beiden Achtnächter zu töten, vielleicht wegen der 10 Millionen Euro, die sie bei ihrer Anmeldung und erfolgreicher Tötung versprochen bekamen, vielleicht aber auch, weil Arezu und Ben eh auf der Todesliste standen und viele Freinde haben. Nicht das die Probleme in dieser Nacht schon groß genug wären, es gibt auch noch Leute, die sich einen Spaß aus der Sache machen und die Meute der Jäger weiter anheizen.Der Leser begleitet Ben und Arezu auf ihrer Flucht durch Berlin, durch Probleme, Ängste und unglaubliche Zufälle. Doch für Ben steht nur eins im Vordergrund: Er möchte überleben und seine Tochter, die einen Selbstmordversuch begangen hat, wiedersehen. Glücklich und zufrieden, wie sie war, bevor er einen Unfall hatte und sie beide Beine verlor. Jule verlor ihre Beine, Ben seinen Lebensinhalt, seinen Halt, seine Kontrolle und eigentlich auch sein Leben, nur schwer kann er mit den vielen Schuldgefühlen leben und er versucht zu vestehen, wieso gerade er vogelfrei ist. Eine Jagd, mit zwei Opfern, die von tausenden von Menschen geächtet werden wollen und doch nur um ihr Überleben kämpfen.Fazit AchtNacht, ein neues Buch von Fitzek, und alleine das ist schon ein Grund es zu lesen. Doch ich war ein kleines bisschen enttäuscht. Der Inhalt des Buches erinnert wohl sehr an den Film The Purge, ich habe diesen Film nicht gesehen, aber Fitzek betont auch im Nachwort, das auch ein Autor irgendwo seine Inspiration hernehmen muss. Da ich den Film nicht kenne, konnte ich relativ unvoreingenommen an die Geschichte rangehen. Ich fand des Eisntieg ins Buch wirklich gut, man wusste sofort, wo man wer, wen man begleitet und wer dieses Buch geschrieben hat. Fitzek schreibt mit Details, wo es nötig ist und läfft dem Leser dennoch viel Spielraum, damit er sich seine eigenen Bilder im Kopf machen kann. Schnell wird klar, dass Ben der Achtnächter ist und in der Nacht des 8.8. vogelfrei ist und tausende von Feinden hat. Das war für mich dann aber auch qauasi das spannenste. Ich fand die Idee der Geschichte wirklich toll, ein Experiment, welches aus dem Ruder läuft und zwei Menschen auf der Flucht. Doch irgendwie, obwohl das ganze Experiment und die ganze Nacht eigentlich nach Spannung schreit, fand ich das Buch nicht wirklich spannend. Es fehlte mir an Wendungen und Überraschungen. Schön fand ich, dass die Nacht von weiteren Parteien beeinflusst wurde. Spannend aber war, dass man eben nicht wusste, was die Wahrheit ist und was Fantasie. Das was mich an diesem Buch am meisten interessiert hat war, ob Jule wirklich Selbstmord begangen hat, oder es sich bei ihrem Sturz um einen Mordversuch handelte.Ich bin von Fitzek wirklich besseres gewohnt und irgendwie auch ein bisschen enttäuscht, das dieses Mal die Spannung so wenig war. Aus diesem Grund kann ich nur 3 Sterne vergeben und hoffe, dass die anderen Bücher wieder besser werden.