„Der Traum von Freiheit“ bildet den Abschluss der Trilogie rund um Mina und das Hamburger Kaffeekontor. Da mir die ersten beiden Teile ziemlich gut gefallen haben, war die Erwartungshaltung dementsprechend groß – leider wurde ich schon auf den ersten paar Seiten enttäuscht, da ein großer Zeitsprung gemacht wurde und ich das Gefühl hatte, wichtige Ereignisse verpasst zu haben, was es gleich mal schwierig machte, sich in die Handlung hineinzufinden.Ich hatte den Eindruck, als hätte die Autorin eben schnell mal den Abschluss der Reihe fertigstellen müssen, ohne dabei mit Herzblut zu schreiben. Die Szenen wirken etwas verkrampft und Mina wurde mir zunehmend unsympathisch, sie wurde im Laufe der Handlung immer kühler und distanzierter, man konnte sich nicht mehr mit ihr identifizieren bzw. konnte ich ihre Gedankengänge nicht immer nachvollziehen. Auch ihre wiederaufkeimende Freundschaft mit Frederik kam mir ziemlich unpassend vor, nachdem er im letzten Band doch so ein Kotzbrocken war und sie immerhin vergewaltigt hat.Zusätzlich kamen erschwerend viele neue Charaktere hinzu, ich musste immer mal öfters nachdenken, wer das denn jetzt wieder ist, wodurch kein richtiger Lesefluss zustande kam. Was ich noch vermisste war die authentische Beschreibung von Hamburg bzw. der Speicherstadt, die ich besonders im ersten Teil sehr geschätzt habe, da man sich richtig hineinversetzen konnte.Alles in allem wirkte die Geschichte leider sehr oberflächlich, die wenigen emotionalen Szenen ließen mich absolut kalt und es wollte auch keine Spannung aufkommen, nicht mal die Bombardierung Hamburgs konnte mich mitreißen. Das Buch taugt zum netten Zeitvertreib, mehr nicht – leider.