Und genau das ist hier das Salz in der Suppe, ebenso wie der "Bösewicht" in dieser Folge.Für mich ein absolutes Highlight der Serie, auch wenn das Rad mit dieser Geschichte natürlich nicht neu erfunden wird.
★★★★★
Poldis Hörspielseite
06.09.2024
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Der Artikel in einem neuen Boulevardmagazin klingt eigentlich zu abgedreht, um real zu wirken. Doch als John Sinclair der Sache nachgeht und die seltsamen Todesfälle in einem beschaulichen Dörfchen in Cornwall nachgeht und am Grab eines kürzlich verstorbenen Jungen steht, ist er sich sicher, dass tatsächlich dämonische Mächte am Werk sind. Die wie groß die Macht der schwarzen Hand tatsächlich ist, weiß er noch nicht…Mit „Der Fluch der schwarzen Hand“ liegt ein weiterer in sich abgeschlossener Fall der „John Sinclair Classics“ vor, der auch (fast) ohne die bekannten Nebenfiguren auskommt. Sir Powell, Bill Conolly und Co kommen zwar kurz vor, im Grunde ermittelt der bekannte Geisterjäger aber solo. Dass dabei dennoch eine sehr dynamische Stimmung aufkommt, liegt daran, dass auch zahlreiche Szenen nur von den Dorfbewohnern zu hören sind. Dabei entsteht schnell eine düstere Stimmung, zunächst werden die übernatürlichen Elemente dabei nur angedeutet. Schnell werden aber die mystischen Hintergründe offenbart – es geht also weniger um die Frage, was dahintersteckt sondern eher, wer die Oberhand gewinnen wird. Dabei gibt es natürlich auch einige packende Action-Szenen, die Erzählweise ist aber ruhiger als gewohnt. Mir gefällt das sehr gut, da so die einzelnen Szenen sehr gut zur Geltung kommen und eine dichte Stimmung entstehen kann. Das Finale ist dann clever erzählt und schließt die Folge überzeugend ab. Gut gefällt mir auch das deutliche Statement, Nachrichten egal ob online oder offline nicht direkt für bare Münze zu nehmen, sondern diese kritisch und hinterfragen – und das ist geschickt nebenher eingebaut worden.Dorothy Parson, die eine sehr wichtige Rolle in dieser Episode spielt, wird von Stephanie Kellner sehr überzeugend gesprochen. Sie lässt sich mühelos auf die verschiedenen Szenerien ein, bietet einige verschiedene Facetten und eine sehr ausdrucksstarke Sprechweise, was mir sehr gut gefallen hat. Ihr Sohn Ritchie wird von Piet Rose gesprochen. Das junge Alter und die geringere Erfahrung als Sprecher hört man ihm zwar an, er macht seine Sache aber richtig gut und sorgt für viele überzeugende Momente. Tobias Lelle spricht den nüchternen Butler James mit einer sehr präzisen und gelungenen Sprechweise, die noch einmal eine andere Note in die Handlung einbringt. Weitere Sprecher sind Ronald Nitschke, Kai-Henrik Möller und Wolfgang Häntsch.Durch die insgesamt etwas ruhige Handlung und weniger Actionsequenzen wirkt auch die akustische Umsetzung weniger dynamisch, dafür werden aber viele unheimliche und bedrohlich wirkende Momente geboten. Die Musik ist sehr gut daran angepasst und unterstreicht die vorherrschende Stimmung, während die Geräuschkulisse lebendig wirkt – und ein paar kleinere Schockmomente gibt es dann doch.Eine Frau in schwarzer Trauerkleidung hockt vor einem offenen Grab, streckt die Arme dem Sarg entgegen und versucht die schwarze, klauenartige Hand zu erreichen, die sich daraus emporhebt: Das Cover fängt eine entscheidende Szene des Hörspiels stimmungsvoll ein, wofür auch die erdige Farbpalette sorgt. Der Raum hinter der CD wurde genutzt, um dieses Bild ohne Schriftzüge unterzubringen.Fazit: „Der Fluch der schwarzen Hand“ bietet zwar auch die typische Ästhetik der Serie, lässt aber durch eine ruhige, aber sehr intensive Handlung dennoch eine ganz eigene Stimmung aufkommen. Dabei geht es oft sehr gruselig und bedrohlich zu, während sich Szenen um die Dorfbewohner mit den Ermittlungen von Sinclair gelungen abwechseln.