Ich gebe volle Punktzahl für dieses Werk, da Leibniz die Religion für jemanden wie mich, der bisher ausschliesslich mathematisch und naturwissenschaftlich geneigt gewesen war, interessant gemacht hat, indem er die Mathematik mit der (Meta)Physik und der Religion verbunden hat. Dadurch ließ ich mich überzeugen und stimme ihm in vollem Umfange zu. Seine Erkenntnisse über die Harmonie im Universum erzeugen anmutige Gedanken, die das Leben bereichern.So halte ich dieses Buch und im Allgemeinen alle Bücher von Leibniz für Werke, die das Leben zum Besseren verändern können, wenn man die von Leibniz angeführten Gründe seiner Ausführungen als Wahrheiten erkennt und es ihm gleichmacht. So wie er überzeugt war, dass er Gott (Natur) nachahmen würde und darin auch die Bestimmung des Menschen erkannte.
Dass ich das Buch nicht gut finde, dafür kann es nichts. Ich finde diese Theodizee stinklangweilig. Das Übel in der Welt, das ist halt nur ein kleiner Zwischenfall in dem sonst großartigen Plan Gottes. Da ich das Leid der Welt anders erlebe, so kann ich mich nicht mit dieser Sicht identifizieren. Aber das ist halt Leibniz ! Das Buch selbst ist gut gemacht - mit passenden und durchgehendnumerierten (insofern gut aufzufindenden) Übersetzungen der lateinischen oder griechisten Texte.