★★★★★
k.A.
06.07.2026
ean-shopping.de
Das Buch behandelt ein sensibles Thema sehr gut und ist kindgerecht aufbereitet, allerdings empfand ich die Darstellung als etwas zu eindringlich.
ein Buch, das gerade für Jungen im Vorschul- oder Grundschulalter prima geeignet ist. Es geht darum, sich selbst treu zu bleiben und sich nicht zu Gewalt verleiten zu lassen durch den Gruppendruck. Das alles wie immer bei Willig Wiberg mit viel Humor und zwinkerndem Seitenblick auf die Erwachsenen. Meine Kinder lieben es.
Mein Großer (fast 4) ist genau im Willi-Alter (allerdings ist Willi in diesem Buch 6). Weil Willi Angst hat, sich zu prügeln und zu hauen, macht er bei solchen Aktionen lieber nicht mit. Er mag nicht hauen, das weiß er. Entweder er haut ab oder er gibt sich geschlagen. Noch nicht einmal mit seinem Vater macht ihm soetwas Spaß, obwohl der meint, Willi müsse sich verteidigen können. Jaja, die lieben Ansichten so mancher Eltern. Eines Tages kommen 3 neue Kinder in die Vorschule und streiten und hauen (kurz, sie nerven alle). Als sie sich aber am 3. Tag Willi schnappen, reicht es den anderen Kindern und sie setzen sich für Willi ein. Mit Willi macht Hauen keinen Spaß, weil der nicht haut. Willi soll es laut vor allen sagen und er traut sich das. Dann geht er spielen und baut sich seine Hütte fertig. Die 3 neuen Kinder sind sprachlos und sehen sich neugierig die Hütte an und wollen nun helfen. Willi läßt sie aber nur, wenn sie nicht streiten. Später hört er zwei Jungen sagen, dass er sehr mutig war, als er zugegeben hat, dass er sich nicht hauen mag. Mit innerem Stolz trägt er diesen Lohn nach Hause und fragt seinen Vater, ob er sich gern gehauen hat als Kind. Schließlich gibt Papa kleinlaut zu, dass er es nicht leiden konnte und deshalb sich nicht gehauen hat. Willi ist stolz auf seinen Papa, weil er es zugegeben hat. Urteilt selbst, ich finde die Geschichte pädagogisch stark und wichtig, sie betrifft Gruppen, Einzelpersonen und Familien.Zur Reihe im Allgemeinen ist zu sagen, dass Willi ein durchweg schlaues Kerlchen ist, mal nett, mal weniger nett, aber immer wie die kleinen Jungs in dem Alter (4-6) sind. Die Zeichnungen sind eine Art Collage, die ich schön plakativ finde, die Figuren allerdings sind für mich gewöhnungsbedürftig (ich finde sie häßlich). Mein großer Sohn kennt Willi aus dem Kinderladen und hat ihn von dort mit nach Hause gebracht. Nun haben wir mehrere Willi-Bücher und ich werde mich wohl mit den Bildern anfreunden müssen. Auf jeden Fall regen sie an sich mit dem Vorgelesenen auseinanderzusetzen. Ein besonderes Lob gilt auch der graphischen Hervorhebung von besonders wichtigen Textstellen, das erleichtert das Vorlesen und die Betonung.Ein guter Gegenpol zu Conny.