Was nützt einem ein toller aber imaginärer Freund, wenn er nie zur Stelle ist, wenn man ihn am Nötigsten braucht. Willi erkennt, dass Freundschaft schön und nützlich ist. Nach einem Wohnortwechsel fühlt er sich allein, weil er noch niemanden kennt. Hilfreich steht ihm sein "Freund" Alfons zur Seite. Alfons ist ein heimlicher Freund. Nur Willi kann ihn sehen, deshalb nützt er auch nichts, wenn Willi Beistand braucht, weil die großen Jungs ihn ärgern. Eines Tages aber lernt er einen Jungen aus der Nachbarschaft kennen und hilft ihm seine Wunde zu versorgen. Plötzlich ist Alfons verschwunden, denn Willi hat jetzt einen richtigen Freund gefunden, mit dem er alles machen kann, so wie mit Alfons, nur dass der da ist, wenn Willi ihn braucht. Mit seinem neuen Freund lernt er Freundschaft richtig kennen, durch "dick und dünn". Ein ganz tolles Buch von den Sehnsüchten und Nöten kleiner Jungs (auch für kleine Mädchen sinnvoll). Die Illustrationen sind Geschmacksache, ich habe mich auch erst daran gewöhnen müssen. Mir gefällt die Ausdruckstechnik der Bildcollage und die gezeichneten Kinderhauptfiguren. Weniger gelungen finde ich die Darstellungen der Erwachsenen auch der Vater (hier keine bedeutende Rolle, sonst aber meistens) ist leider unzeitgemäß, ständig raucht er in Gegenwart seines Kindes eine Pfeife (leider überholt).Viel Spaß beim Lesen.