★★★★★
k.A.
20.07.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist ein wahrer Genuss und eine wunderschöne Reise in die wilde Natur, die mich sofort in die Welt von Julie und ihrem Großvater entführt. Ich empfehle es jedem, der eine ruhige und inspirierende Geschichte über Gärtnern und die Verbundenheit mit der Natur mag.
★★★★★
Christian Meyn-Schwarze
28.04.2024
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Was für ein Prachtband – was für eine Farbenpracht, was für tolle Perspektiven – mal ganz nah an den Früchtekörben – mal aus der Vogelperspektive. Und erst die Tiere und Menschen – vielfältig, bunt, jung und junggeblieben, auf zwei Beinen und auf vier Pfoten; in der Luft, im Kanu, auf dem Schlitten, im Rollstuhl, auf dem Baumstamm und im Nest. Ein zauberhaft illustriertes Bilderbuch über das Gärtnern im Einklang mit der Natur. Natürlich ein bisschen Bilderbuch-Paradies, kein scheues Reh wird so nahe an die Menschen kommen. Egal – der Appel des friedlichen Miteinanders von Pflanzen, Tieren und Menschen ist hier ganz wunderbar dargestellt. Und natürlich die intensive Beziehung - die Seelenverwandtschaft - von Enkelin und Großvater. Meine besondere Empfehlung für alle, denen das respektvolle Zusammenleben mit Flora und Fauna ein Herzensanliegen ist.
INHALT:Julie lebt mit ihrem Opa und dem Hund Bleu in einer hübschen kleinen Stadt mit vielen bunten Häusern.Während es an der Stadtmauer einen großen Garten gibt, in dem Obst, Gemüse, Blumen, Bäume und Sträucher in Reih und Glied wachsen, hält sich Julie lieber in der wilden Natur dahinter auf. Die wirkt so schön geheimnisvoll und Wald, Wiesen und der Weiher laden zum Verweilen ein. Und jede Jahreszeit bringt ihre eigenen Vorzüge mit sich.Eines Tages beschließen die Stadtbewohner, dass sie ihren angelegten Garten vergrößern wollen, um noch mehr anbauen zu können. Dazu benötigen sie einen Teil der wilden Natur.Doch Julie und ihr Opa machen sich Sorgen: Was wird aus den Nistplätzen und Höhlen der Tiere? Wird es dann überhaupt noch Beeren und Nüsse geben?Zum Glück haben sie eine Idee, wie sie den Leuten zeigen können, wie wertvoll und schützenswert die wilde Natur ist!MEINUNG:An diesem Buch sind mir vor allem die Illustrationen ins Auge gefallen. Wie schon auf dem Cover ist es überwiegend in Grün-, Blau- und Lila-Tönen gehalten und bildet vor allem zahlreiche wunderschöne Natur-Darstellungen ab, von Pflanzen, Tieren, Obst und Gemüse, vom Gärtnern und vom Spielen draußen. Es gibt viel zu entdecken!Wunderbar, dass das Buch auch Diversität bei den Menschen abbildet. Es werden Leute mit verschiedensten Haut- und Haarfarben gezeigt, junge und alte Menschen, mit Kopfbedeckungen und ohne, mit Behinderung und ohne, ohne, dass all dies zum Thema gemacht wird. So kann Diversität bei Kindern zur Normalität werden! Super!Dass ein Mann, welcher im Rollstuhl sitzt, auf einer anderen Seite den Bagger fährt, zeigt, dass auch Menschen mit Behinderung am Alltag teilhaben können und manchmal mehr können, als viele denken!Besonders gelungen finde ich den Aufbau des Buches. Denn es stellt angelegte Gärten, der wilden Natur gegenüber, indem beide Orte immer abwechselnd nach ihren Jahreszeiten gezeigt werden:Im Frühling liebt Julie den Anblick der Blütenpracht und findet zahlreiche Tiere und frische Kräuter vor. Hier wächst alles durcheinander und es gibt immer etwas Neues zu entdecken!Im Stadtgarten werden dagegen zur gleichen Zeit Setzlinge gepflanzt und Samen gesät. Auch hier blühen die ersten Blumen.Im Sommer… (usw.)Durch die verschiedenen Jahreszeiten, die gezeigt werden, können Kinder Sachwissen erwerben oder festigen, z. B.: Wie heißen die Jahreszeiten und in welcher Reihenfolge kehren sie wieder? Wann wächst was? Wann findet man welche Tiere und was machen diese im Winter? Zu welcher Zeit ist was im Garten zu tun, wann kann man was erleben?Das Buch lädt dazu ein, bei der Betrachtung und/ oder danach, mit den Kindern ins Gespräch zu kommen und selbst nach draußen zu gehen und zu schauen: Was wächst es bei uns im Garten, was auf der wilden Wiese/ etc. nebenan? Welche Jahreszeit haben wir gerade? Welche Tiere können wir entdecken?Welche Unterschiede gibt es zwischen angelegten und wilden Gärten? Welche Gemeinsamkeiten?Kinder können durch das Buch zur Achtsamkeit gegenüber den Pflanzen und Tieren angeregt werden, was einen wertschätzenden und umsichtigen Umgang mit der Natur begünstigen kann.Zudem zeigt das Bilderbuch, dass man bei Unstimmigkeiten mit anderen Menschen durchaus tolle Kompromisse finden kann.Denn statt, dass sich wie bisher jeder in „seinem“ Garten aufhält, bringt die gefundene Lösung hier die Menschen zusammen. Eine schöne Botschaft!FAZIT: Ein wundervolles, diverses Bilderbuch über die wilde Natur als wertvoller und schützenswerter Raum. Es lädt die Kinder zu mehr Achtsamkeit sowie zu einem wertschätzenden und umsichtigen Umgang mit der Natur ein. Außerdem greift es die Jahreszeiten auf und vermittelt, dass man bei Unstimmigkeiten mit anderen Menschen, Kompromisse finden kann.Von mir eine klare Empfehlung für Kinder ab ca. 3,5 Jahren und 5/5 Sterne!
Ein wirklich wunderschönes Buch über die Bedeutung der ungezähmten Natur hat Cynthia Cliff mit ihrem “Der wilde Garten” (Prestel Verlag) geschaffen. Im überraschend langen (über 30 Seiten) Werk lernen wir Julie, Opa und Hund Bleu kennen, die sich für den Erhalt der nicht domestizierten Natur einsetzen. Statt vom Menschen geplanter Gärten lieben die drei das Umherstreifen in den umliegenden Wäldern und Feldern. Im Prinzip leben die drei in einer sehr naturnahen Stadt, in der die Bewohner durchaus daran interessiert sind, “grün” zu leben und das Grün auch in die Stadt zu holen – allerdings eben nur in den von ihnen vorgegebenen Bereichen.Als Stadtbewohner dann allerdings beschließen, den Stadtgarten zu vergrößern, indem man die wilde Natur vor den Stadtmauern zurückdrängt, schmieden Julie und Opa einen Plan. Das Buch ist wunderschön illustriert und regt tatsächlich auch mich zum Nachdenken an. Den besten Lebensraum finden Tiere eben in der unberührten Natur und jeder vom Menschen geformte Bereich richtet sich entweder nur nach den Bedürfnissen der Menschen oder nach einer meist vorab definierten Tierwelt (Schmetterlingswiese, Fledermausbeet). Natürlich ist der angelegte Garten umso wildtierfreundlicher je ursprünglicher und wilder er ist. Genau diese Erfahrung machen auch die Bewohner der Stadt dank Julie, Opa und Bleu als sie hinter die Stadtmauern blicken.Für meine Tochter (3.5 Jahre) ist das Buch inhaltlich eindeutig noch zu komplex und zu mehrschichtig. Sie hört aber aufmerksam zu und betrachtet neugierig die Bilder – und weil auch viele Tiere vorkommen, gefällt es ihr sehr gut.Empfohlen ist das Buch ab vier, aber ich denke, dass diese Differenzierung zwischen “wilder Natur” und “menschgemachter Natur” da doch noch zu schwer ist. Ich würde die Kaufempfehlung eher so ab 5 Jahren sehen. Wer selbst Interesse am Thema Nachhaltigkeit hat, macht mit dem Kauf allerdings auch früher natürlich keinen Fehler. @littlelottesliest.de