Zu den fünf Bänden von “Nicht-Singvögel” gesellen sich auch zwei Bände der “Singvögel” für Ornithologen, auch außerhalb von Baden-Württemberg sehr empfehlenswert!Ich habe noch nie so genaue Angaben zu Vögeln gelesen, wie in diesen Bildbänden. Lange habe ich nach solchen Werken gesucht, wo alles fundiert nachzulesen ist. Es beschreibt zwar in erster Linie die Avifauna Bad.-Württ., aber zusätzlich auch europaweit und teilweise weltweit.Ein MUSS für all jene, die sich für das Leben der Vögel interessieren. Angefangen wie gesagt von Ornithologen, sowie für Fotografen, die gezielt eine Vogelart fotografieren wollen und deshalb wissen wollen, wo und wie der Vogel lebt. Oder jedem, der eine schulische Arbeit über Vögel schreiben möchte.Was man in diesem Band wieder nicht erwarten darf (wie auch in drei Nicht-Singvögel-Bänden), sind viele Fotos oder Zeichnungen, um die Arten genau bestimmen zu können. Aber dafür gibt es eine Unmenge an guten Büchern, in denen dafür diese umfassenden Steckbriefe nicht enthalten sind. Einzig ein paar Fotos über Habitate einzelner Vogelarten sind darin enthalten.Der erste Band der Singvögel dreht sich um Lerchen, Schwalben, Stelzen, Bülbüls, Seidenschwänze, Wasseramseln, Zaunkönige, Braunellen, Drosseln, Zweigsänger - Grasmücken und Verwandte.Der zweite Band der Singvögel zeigt uns die Welt der Fliegenschnäpper, Schwanzmeisen, Meisen, Baumläufer, Beutelmeisen, Pirole, Würger, Rabenvögel, Stare, Sperlinge, Webervögel, Finken, Prachtfinken, Ammern, Stärlinge und Ammertangaren. Es ist aufgebaut, wie Singvögel 1!Nicht-Singvögel 1.1 befasst sich mit: Nandus, alle Taucher, Sturmvögel, Sturmschwalben, Tölpel, Kormorane, Schlangenhalsvögel, Pelikane, Reiher, Störche, Störche, Ibisse und Löffler sowie die Flamingos drinnen. In diesem Werk waren, wie im aktuellen Werk auch, nur Zeichnungen vom Lebensraum und ein paar Habitatfotos.Nicht-Singvögel 1.2 befasst sich mit: Gänse, Schwäne, Enten und Säger. Mit jeweils einem schönen Foto des Vogels (falls unterschiedliches Aussehen, dann von Männchen u Weibchen) und teilweise auch seines Lebensraumes und des Nestes.Nicht-Singvögel 1.3 befasst sich mit der Welt der Greifvögel. Von den Adlern, Geiern, Bussarden, Weihen, Falken, bis hin zu Gleitaar, Habicht, Sperber, Milan und Merlin. Es ist gestaltet, wie Nicht-Singvögel 1.2!Nicht-Singvögel 2 befasst sich mit: Raufusshühner, Hühner, Perlhühner und Truthühner. Weiters mit Rallen, Kraniche und Trappen. Schnepfen-, Möwen- und Alkenvögel, sowie Austernfischer, Säbelschnäbler und Stelzenläufer und Triele sind darin aufgelistet, sowie Rennvögel, Schwalben und Regenpfeifer. Es ist gestaltet wie Nicht-Singvögel 1.1!Nicht-Singvögel 3 befasst sich mit: den Flughühnern, Tauben, Papageien, Turakos und Kuckucke, Eulen, Segler, Rackenvögel und den Spechten. Es ist ebenfalls gestaltet wie Nicht-Singvögel 1.1!SteckbriefJeder Steckbrief ist zwischen 5-20 Seiten lang, je nachdem wie sein Vorkommen ist. Der Stieglitz braucht zum Beispiel fast 20 Seiten für sich. Zum deutschen und englischen Namen gibts auch den wissenschaftlichen Namen und eine Übersicht am Anfang. Diese gibt kurz Aufschluss über Status des Vorkommens, Brutbestand, Zugbewegungen, Prognose, rechtlicher Status, Schutz und Gefährdungsstatus.Danach kommen ausführliche Angaben zu Brutareal (weltweites Vorkommen mit einer Verbreitungskarte) und ausführliche Verbreitungskarten über Brutverbreitung und Brutkolonien in Bad-Württ., sowie Subspezies, Brutbestand und Bestandsentwicklung. Diese ist nicht nur textlich angeführt, sondern ebenfalls in tabellarischer Form und auch als Diagramme und Histogramme.Gefolgt von den Themen Habitat, welches auch in einer Federzeichnung wunderschön dargestellt wird und Siedlungsdichte.Die Fortpflanzung ist genau aufgeschlüsselt in Ankunft am Brutplatz, Revierbesetzung, Neststandort, Nestbau, Gelegegröße, Brutdauer, Schlüpftermine, Nestlingszeit. Auch Führungszeit im Familienverband, Jahresbruten, Ende der Brutperiode und Bruterfolg sind sehr ausführlich beschrieben.Mit jahreszeitlichem Auftreten, Wanderungen und Überwinterungsgebiet geht es weiter, die wiederum in Heimzug, Wegzug, Überwinterungsgebiet und Zugwege unterteilt sind.Nahrung ist das nächste Thema, gefolgt von der Zusammenfassung von Jahreszyklen. Mit Gefährdungsursachen und Schutzmaßnahmen wird der Steckbrief vollendet. Abschließend noch Hinweise zu Literatur über Feldkennzeichen.FazitAuch wenn die Bestände in den letzten Jahren vielleicht noch weiter abgenommen haben, einige Angaben zum Gefährdungsstatus nicht mehr stimmig sind, die Steckbriefe werden sich nicht wirklich verändern. Auch wenn sich jedes Lebewesen den neuen Lebensbedingungen mehr oder weniger anpassen wird.So viel Mühe von Jochen Hölzinger und von Hunderten von Menschen, so viel Zeit und Enthusiasmus in diesem Buch, der Buchreihe steckt, macht es zu einem unschätzbaren Meisterwerk. So viele Daten, die da gesammelt wurden, ein schier unglaublicher Aufwand. Diese ausführlichen Informationen sind sehr kostbar. Das darf in keiner Bibliothek fehlen, bei jenen, die mehr als den normalen Standart über Vögel wissen wollen.