★★★★★
k.A.
18.07.2026
ean-shopping.de
Die Größe des Buches passt gut in die kleine Wohnung. Die Art der Kartonierung ist für den Transport in Ordnung. Die Druckqualität ist klar genug zum Lesen. Die Bindung hält die Seiten zusammen. Man kann die Seiten ohne Probleme durchblättern.
Es stellt sichmal wieder die Frage: hat Herr Rauch eine derart fundierte Auseinandersetzung von Herrn Ullrich für seine derbe Provokation des malerischen Ausdrucks "Der Anbräuner" verdient?Neo Rauch – über die Landesgrenzen bekannt, kann diskutiert werden – weniger wegen seines malerischen Oeuvres, als vielmehr wegen seiner verbalen Aussagen. Man erfährt in diesem Buch viel lesenswertes über den Menschen Rauch, den Herr Ullrich durch dessen Interviews vorzüglich auseinander nimmt und Neo Rauch auch mit bisher Gesagten die eigenen Widersprüche nachweist. Man erfährt auch einiges über den eigentlichen Kunstmarkt, es liest sich teilweise unglaublich spannend, wobei die Sprache konstituiert bleibt.
★★★★★
Dr. Hans-Georg Häusel
22.06.2024
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dass er den Anbräuner gemalt hat, um Wolfgang Ullrich zu desavouieren. Ohne diese Provokation wäre aber dieses scharfsinnige und erhellende Buch nicht entstanden. Ullrich kontert gegen den Hammer von Rauch mit dem Florett des klugen Wortes. Er nimmt den Anlass, um das unterschiedliche Selbstverständnis der Ost-/West-Künstler aufzuzeigen. Dadurch legt er auch die tieferen Schichten der Ost-/West-Problematik mit großer Sensibilität frei. Ein kluges und gut zu lesendes Buch
Mir scheint, mit seinem Büchlein „Feindbild werden“ zu Neo Rauchs Bild „Der Anbräuner“ hat Ullrich den Beweis dafür angetreten, wie Rauch ihn in seinem Bild dargestellt hat.Den einzelnen 11 Kapiteln liegen Thesen zugrunde, die Ullrich zwar wortreich diskutiert aber letztendlich stehen läßt.Gleich im ersten Kapitel, „Die Rechtsverschiebung der Idee autonomer Kunst“, bemerkt Ullrich, etliche Vertreter der Kunstwelt, vor allem linke Intellektuelle und jüngere Kuratoren, sähen das alte Konzept autonomer Kunst kritisch. Die Kapitelüberschrift lautet also nicht: „Die Linksverschiebung der Idee autonomer Kunst“ , denn das hat sich ja angeblich geändert.Nun ist Neo Rauch eben ein Vertreter des hergekommenen Verständnisses, und damit unterstellt Ullrich implizit, Rauch sei ein Vertreter rechten Kunstverständnisses.Und so geht es von Kapitel zu Kapitel munter weiter , in denen sich Ullrich an den allseits bekannten Begriffen wie: DDR 2.0, Populismus, Wut, … abarbeitet. Rauch soll offensichtlich subtil in deren Nähe gebracht werden. Die Devise: Etwas Schmutz bleibt immer haften.Es ist mitnichten ein neuer Ost-West-Konflikt, wie uns der Verlag auf dem Cover weiszumachen versucht, sondern es geht darum, Freiheit und Autonomität von Kunst in verschiedenem Kontext einzuschränken.In einer Demokratie dürfen diese eben nicht durch linke oder woke Kritiker, sondern nur durch das Gesetz eingeschränkt werden. Warum klagt Ullrich nicht einfach gegen Rauch? Er hätte sich seine Sophistereien ersparen können.Allerdings hätte er dann nicht den Verdienst durch den Verkauf seines kleinen Büchleins, und ihm wären Kosten entstanden.H.P.