★★★★★
k.A.
02.08.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist eine fantastische und unterhaltsame Zusammenstellung von Irrtümern über Frankreich, die mich zum Lachen gebracht hat. Ralf Nestmeyer Kartoniert hat diese Klischees auf eine sehr witzige Weise präsentiert.
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k.A.
02.08.2026
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Tolle Fakten!
Ralf Nestmeyer und Frankreich – das passt. Der Autor von mehreren Reisebüchern über unseren westlichen Nachbarn kennt sich aus im Land von fromage, baguette und vin rouge. Und schon sind wir mittendrin in den Klischees. Natürlich ist Ralf Nestmeyer ein Experte für französische Lebensart, und er kennt sich auch gut aus. Aber ist Frankreich mit Käse, dünnem Weißbrot und Wein in erster Linie in Verbindung zu bringen? Gibt es da nicht noch mehr? Und stimmen unsere (deutschen?) Vorurteile über Frankreich überhaupt?Autor Ralf Nestmeyer begeht nicht den Fehler sich in die üblichen Klischees zu ergehen und diese dann ebenso oberflächlich zu widerlegen. Also weg mit fromage, baguette und vin rouge. Hin zu den wahren Helden der Grande Nation, Napoleon und Jeanne d’Arc. Er war, ist und wird nie unterblich sein. Sie war keineswegs die Retterin Frankreich. Allenfalls eine Einigerin.Das Buch bzw. der Autor schafft den Spagat zwischen wissenschaftlicher Argumentation und populären Themen. Die These / der Mythos „Paris ist nur eine Stadt“ und „Die Tour de France ist ein Radrennen“ laden den Leser gelegentlich zum Schmunzeln ein. Denn natürlich ist Paris eine Stadt. Doch sie ist viel mehr. Sie ist die urbane Version eines ganzen Landes. Auch wenn, man das im restlichen Frankreich nicht so gern hört, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken. Und Übertragungen von der Tour de France – und das ist belegt – werden mittlerweile mehr als Naturschauspiel als als „sportliches“ Ereignis gesehen. Schon bei der ersten Ausgabe des Radrennens wurde gedopt. Wie soll man auch sonst die Tor-Tour überstehen?Die Frage nach Wahrheit oder falschem Mythos wird nicht in aller Gänze beantwortet. Die Wahrheit liegt – wie so oft – irgendwo zwischen den Zeilen. So sollte man dieses Buch auch verstehen. Es ist ein kurzweiliges Lesevergnügen, das dem interessierten Leser Frankreich noch schmackhafter macht als es so mancher Mythos und wahrmachen will.Auch wenn das Cover auf die üblichen Klischees abzielt (wir sind wieder bei fromage, baguette und vin rouge plus Eiffelturm), so birgt dieses Buch so manchen Überraschungsschatz. Und für Schätze hat man in Frankreich was übrig – siehe Versailles und den Grafen von Monte Christo, der bekanntlich vom Franzosen Alexandre Dumas geschrieben wurde. Lehnen Sie sich zurück, werfen eine CD von Francoise Galle (Achtung, nicht alle Franzosen sind Gallier! – siehe Mythos 1) ein und erfahren Sie mehr über Frankreich und die Franzosen. Aber auch über uns Deutsche!
Ist Frankreichs Provinz tatsächlich „öde, geistig öde“ , wie Heinrich Heine anmerkte?Waren wirklich alle Franzosen in der Résistance engagiert?Diesen Gedanken und vierzehn weiteren Fragen geht Ralf Nestmeyer auf den Grund und entlarvt sie als Mythen, die sich im Laufe von Jahrzehnten, ja, Jahrhunderten in unseren Köpfen eingenistet haben.Seine Themen stammen aus gesellschaftlichen und kulturellen Bereichen; sein Schwerpunkt liegt jedoch vor allem im Bereich der Politik und Geschichte.So rollt er etwa den Mythos um Jeanne d`Arc oder auch Karl den Großen auf, trennt Wahrheit und Dichtung und erklärt die Fakten im großen geschichtlichen Zusammenhang, der mehrere Jahrhunderte überspannt.Frankreichs (gesellschafts-)politische und kulturelle Vergangenheit ist natürlich auch eng mit der seiner Nachbarländer, vor allem der deutschen, verflochten. Jahrhundertelanger Streitpunkt war etwa der Rhein als „natürliche“ Grenze: auch dies ein Mythos?Trockene Fakten versteht der Autor für jeden gut verständlich, sachlich, dennoch immer unterhaltsam, teilweise amüsant, aufzubereiten, so dass sich das Buch auch für den Geschichtslaien sehr locker und angenehm liest. Für den Interessierten, der die Themen gern noch mehr vertiefen möchte, gibt er im Anhang Anregungen zu weiterführender Literatur.Informativ, aber ohne belehrend zu wirken, gibt das Buch einen abwechslungsreichen Überblick über französische Mythen - nicht nur für den frankophilen Leser.Und wer nun wissen will, ob die französische Küche immer schon „haute cuisine“ und besser war als die deutsche, der schaue in diesem Buch nach!