★★★★★
k.A.
21.08.2026
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Ein sehr interessantes und informatives Buch über die Entwicklung der menschlichen Beziehungen über ganz Eurasien, das die Forschung von Barry Cunliffe gut zusammenfasst. Es ist eine solide Grundlage für alle, die sich für diese historische Entwicklung interessieren.
★★★★★
k.A.
21.08.2026
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Interessant.
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Prof Dr Ernst Kausen
27.06.2023
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Mehr als 10.000 Jahre und ganz Eurasien in einem Band auf 500 Textseiten - das klingt sehr gewagt und ist es auch. Obwohl das Werk einen guten Gesamtüberblick bietet, kann ich mich den euphorischen Rezensionen in manchen Medien nicht anschließen. Dafür sehe ich zu viele Mängel:1. Das nur einseitige Inhaltsverzeichnis, das nur die 12 blumigen Kapitelüberschriften bringt, erlaubt keinerlei gezielte Suche nach bestimmten Episoden in bestimmten geographischen Bereichen; da hilft auch das Register nicht nennenswert weiter. Habe mir in mühsamer Kleinarbeit ein detailliertes Inhaltsverzeichnis angelegt.2. Der geradezu krampfhafte Versuch, die Darstellung von Beziehungen zwischen Kulturen und Sprachgruppen zu vermeiden, auch da, wo es wirklich aufschlussreiche und gesicherte Zusammenhänge gibt.( Einzige Ausnahme auf S. 190, wo erwähnt wird, dass die Sprachen der Iraner indoeuropäisch sind!) Offensichtlich fühlte sich der Autor hier nicht kompetent.3. Wer aufgrund des Titels eine einigermaßen vollständige Beschreibung der Vorgeschichte und Geschichte Eurasiens erwartet, wird enttäuscht. Selbstverständlich kann man das auch in einem Band nicht erwarten. Aber dann sollte man wenigstens im Vorwort die größten Lücken anführen. Nicht einmal im Ansatz wird z.B. der gesamte südostasiatische Raum - weder Festland noch Inselwelt - behandelt, aber auch Japan, Nordsibirien, Himalaya u.v.a. sind Fehlanzeigen. Europa findet kaum statt, Griechenland scheint nur in seiner Kolonisierung des Schwarzen Meeres sowie ab Alexander d. G. von Bedeutung. Obwohl die Darstellung von zwei formativen Kulturzentren ausgeht - Mesopotamien und China - wird Mesopotamien mit allen antiken Kulturen auf zusammen 22 Seiten behandelt, die sich noch über vier Kapitel verteilen. Dagegen werden Steppenkulturen insgesamt sehr ausführlich behandelt, das ist wohl auch eine Stärke des Buchs.Alles in allem kein schlechtes Werk, wenn man seine Erwartungen nicht zu hoch schraubt. Gerade da wäre ein ausführliches Inhaltsverzeichnis sehr wertvoll gewesen, dann würde ein "Blick ins Buch" zeigen, was es wirklich leistet. Vielleicht hätte es aber auch die Mängel und Lücken der Darstellung zu deutlich gezeigt.
Hätte der Autor die drei Buchstaben EUR vor Asien weggelassen, dann könnte man noch ein Auge zudrücken, auch wenn eine Betrachtung Südostasiens ebenso ausgelassen wird, wie die des größten Teils Europas. Die völlige Auslassung des europäischen Raumes nordwestlich des Balkans ist dabei aber lediglich ein Aspekt. Es ist vor allem auch die konsequente Ignoranz der großen frühgeschichtlichen Kataklysmen, die zumindest für die Zeit am Beginn des 3. Jahrtausends und gegen 1200 v. Chr. einschneidende Konsequenzen für die gesamte damalige Welt mit sich brachten, die für Cunliffe keine Rolle zu spielen scheinen. Er erhebt vielmehr die Peripherie der Geschichte ins Zentrum, was bereits seine "eingeosteten" Karten andeuten, auf denen die "europäische Halbinsel" zur Bedeutungslosigkeit zusammengestaucht wird. Interessanterweise zeigt auch keine einzige der Karten das vollständige Gebiet Nordeuropas einschließlich Britannien und Skandinavien. Entsprechend fehlen auch ganze archäologisch-historische Komplexe, die aus West- und Nordeuropa ihren Ausgang nahmen: die Megalithkultur oder die Verbreitung der indoeuropäischen Sprachen. Mykene, das Hethiterreich und Mitanni werden auf einer Seite abgehandelt. Germanen tauchen als "Barbaren" auf einer Seite auf, die nicht ganz unbedeutenden Kelten scheint der Autor gar nicht zu kennen. Allerdings könnte ein Fehler auch beim Verlag zu suchen sein, der den englischen Originaltitel verkürzte und so zusammen mit dem irreführenden Klappentext, der eindeutig von der Entwicklung u.a. der europäischen Zivilisationen spricht, falsche Erwartungen beim Leser weckte.