★★★★★
k.A.
02.08.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist eine faszinierende und tiefgründige Reise durch die Geschichte des Römischen Imperiums und seine Integrationskräfte. Die Darstellung ist sehr gut recherchiert und fesselnd lesbar.
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k.A.
02.08.2026
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Dieses Buch ist eine fantastische und tiefgründige Reise durch die Geschichte des Römischen Imperiums und behandelt den Imperialismus als eine unglaublich mächtige Integrationskraft. Die Darstellung ist sehr lebendig und fesselnd.
Kulikowski erzählt akribisch das Römische Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht. Unter Traja (98-117) erhielt es seine größte Ausdehnung, und Kontantin seine letzte große Erneuerung. In den 250 Jahren der Adoptiv- der Soldaten und der Konstantinskaiser blühte das Reich, von gelegentlichen Einfällen von Barbaren abgesehen.Das erst Kapitel des Buches ist das beste: Hier erklärt der Autor das komplizierte System der kaiserlichen Machterhaltung, das in der langen Regierungszeit des Augustus am 27 v Chr. geschaffen worden war. Augustus nannte sich nur Princeps, also der erste unter den Senatoren und er ließ sich seine Macht vom Senat verleihen, sodass die Illusion der Republik bestehen blieb. Die Senatoren und Konsuln wurden mit wichtigen Verwaltungsaufgaben betraut und konnten durch kaiserliche Ernennung Karriere machen. Deshalb stützten sie meist den Kaiser, wenn er ihnen zu Ansehen und Wohlstand verhalf. Wenn sich einer wie Nero oder vor ihm Caligula gegen den Senat wandte, wurde er früher oder später gestürzt. So geschah es auch dem letzten der Flavier, woraufhin rasch der betagte Senator Nerva zum Kaiser ernannt wurde. Dieser wiederum adoptierte Trajan zu seinem Nachfolger, dieser wieder seinen Verwandten Hadrian. Hadrian beendete die Expansion und befestigte die Grenzen des Reiches durch Truppenstationierung und Limesanlagen. Er macht die Legionäre zu Baumeistern, die Brücken, Straßen und öffentliche Gebäude errichten. Er legt auch seinen Nachfolger und seine Nach-Nachfolger fest. Unter Antonius Pius erlebt Rom eine Friedenszeit und Marc Aurel Kriege gegen Parthien und Germanien. Sein Sohn Commodus wird wegen Caesarenwahns getötet, der Kommandant der Donauarmee Septimius Severus wird neuer Kaiser, erobert Mesopotamia superior das zu einer blühenden Provinz ausgebaut wird, wie es schon unter seinen Vorgängern mit den Donauprovinzen geschehen war.Eine Schwäche des Buches sind die zahllosen Namen der Militärs und Senatoren, die sich der Leser kaum merken kann, weil sie auf Grund von dynastischen Verstrickungen oft auch ganz ähnlich klingen. Hier verliert sich der Autor zu sehr in die persönlichen Intrigen und Karriereaufstiege von Nebenpersonen, was das Lesen mühsam macht. Insgesamt ist das Buch aber eine gute Beschreibung der Kaiserzeit in seiner Blüte.Rüdiger Opelt, Autor von " Die Legionen des Varus: Das andere Mittelalter. Wenn die Römer gewonnen hätten."