Das Hörbuch „Das schwarze Band“ von Alex Beer habe ich in einer Nacht gehört. Die Reihe gefällt mir sehr, dank des Wienerisch des Sprechers Cornelius Obonya verzichte ich auf das Lesevergnügen. Obonya schafft es wunderbar den Hörer in das Jahr 1921 und nach Wien zu entführen. Einfach ein Hörgenuss.Das Hörbuch selbst war wieder einmal sehr spannend. Es macht Spaß Winter endlich eigenständiger zu erleben. August Emmerich, zum Benimmunterricht in der Kadettenschule verdonnert, weil er den neuen Bundeskanzler Schober beleidigt hat, als dieser hinter ihm stand, was Emmerichs‘ Kollege Brühl mit Genuss auskostet, ermittelt diesmal in zwei scheinbar getrennten Handlungssträngen, die sich aber schnell vereinen. Der Mord an zwei jungen Damen aus dem Milieus, der Mord in der Kadettenanstalt. Wie passt das zusammen und warum kehrt Winter ins Paradies ein?Spannend bis zum Schluss und endlich könnte auch das Geheimnis um Emmerichs Mutter gelüftet werden.Mir hat es wieder einmal gefallen. Schade, dass ich jetzt wieder so lange auf den nächsten „Emmerich“ warten muss.
Das Buch ist eine Wucht. Gekonnt formuliert, keine gedrechselten Sätze. Der Krimi erlaubt erneut einen Blick in die deutsche Geschichte. Beste Unterhaltung, zu der gerade ein Charakter wie August Emmerich beiträgt. Irgendwie bedient der Mann zahlreiche Klischees eines knochigen Alm-Bewohners. Zufall, Frau Larcher?