Dieses Buch im handlichen Format birgt die wichtige Erkenntnis, dass es völlig verschiedene Gründe und Motive geben kann, Jura zu studieren (oder es zu lassen). Mit einer erfrischenden Prise Humor und bisweilen Selbstironie, in der Sache jedoch ernst und ernsthaft, haben die Autoren hier einen kompakten, kurzweiligen Studienwahl-Ratgeber geschrieben, der alle wesentlichen juraspezifischen Aspekte beleuchtet. Dies ermöglicht es dem Leser, eine ausgewogene Entscheidung für oder gegen das Jurastudium zu treffen.Dabei ist das Buch alles andere als trocken geschrieben, sehr gut lesbar und verständlich verfasst. Es kann sowohl dem potentiellen als auch aktuellen Jurastudenten eine lange Leidenszeit ersparen. Es leistet Hilfestellung dabei, den eigenen Zugang zu Jura zu erkennen und damit seine eigene Motivation zu identifizieren, die man vor Beginn des Studiums nicht notwendigerweise hat. Dasselbe gilt für diejenigen, die bereits Jura studieren, denn nicht jeder hat seine Motive und Motivation bereits klar im Blick oder sie womöglich im Kampf gegen die Widrigkeiten des Studienalltags verloren. Diesen kann das Buch helfen, Sinnkrisen zu überwinden (warum nochmal Jura?). Es leistet zudem wertvolle Hilfestellung für eine vernünftige und effektive Lernplanung. Außerdem räumen die Autoren mit einigen typischen Vorurteilen gegenüber Juristen und dem Jurastudium auf.Kurzum: ein Buch, von dem ich mir gewünscht hätte, es vor dem Studium gehabt zu haben. Die Ratschläge der Autoren sind realitätsnah, authentisch und davon geprägt, den potentiellen Studierenden nicht ins dunkle Ungewisse zu schicken, denn das ist zumindest in diesem Fall unnötig.