★★★★★
k.A.
18.07.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist eine fantastische und sehr detaillierte Übersicht über die wichtigsten antiken Bauornamentiken und ist ein echter Schatz für alle Interessierten. Die Qualität der Drucke und die Systematik sind wirklich beeindruckend.
Das Buch bildet eine schöne kleine Übersicht der Ornamente, der Bautechnik und der Kapitell und Tempelformen. Das Buch zeigt dem Leser beispielsweise eine Tempelform, erklärt diese und zeigt anschließend eine knappe Liste (bestehend aus ca. fünf Beispielen) mit Vergleichsbauten an. Ich finde, es ist für den Einstieg wirklich gut gemacht und hilft dem Leser Verknüpfungen zu anderen Bauten schnell zu finden.
Eine handliche Einführung, die alles enthält, was ein Interessent antiker Architektur wissen sollte - nämlich die Grundlagen. Hier werden die Begrifflichkeiten und Erscheinungsbilder griechischer und römischer Bauweisen vorgeführt und erläutert. Bei den Beispielen handelt es sich nicht um Idealzeichnungen. Es sind reale Vorbilder. So weiß man ab der ersten Seite nicht nur was einen dorischen von einem ionischen Peritperos unterscheidet, sondern auch, dass der Hera-Tempel in Paestum für ersteren, der Athena-Tempel in Priene für letzteren Typ beispielhaft sind. Die Gegenüberstellung der beiden macht die Unterschiede schnell und einfach deutlich. Das Arbeiten mit Vergleichen ist wichtiger Bestandteil wissenschaftlichen Arbeitens. Neben Tempeln dorischer und ionischer Ordnung, sowie der einzelnen Formen im griechischen und römischen Raum verwendeter Formen(z.B. templum sine postico), werden die Kapitelle(Ionisch, Korinthisch, Komposit und Sonderformen), Ornamentik(Motive, Konsolen, Bänder, Dachformen), die Wandmalerei(Die vier pompeijanischen Stile), aber auch Profanbauten(Theater, Thermen, Stoai und Basiliken, Wohnbauten, Grabbauten und Triumphbögen) behandelt. Gut gefallen, haben mir auch die Literaturangaben zu jedem Punkt. Zum Schluss findet sich noch einmal eine Auflistung aller relevanter Begriffe, sowie ein Lexikon, das die Begriffe in französischer, englischer und italienischer Sprache gegenüberstellt. Prima! Eine Epochenübersicht dient der historischen Einordnung, da bei den Zeichnungen lediglich Jahresangaben genannt werden. Gut, wenn man eben nicht gerade weiß, wann und mit wem die flavische Dynastie einsetzt etc. Eine Bibliographie, die nochmals in die einzelnen Themenbereiche gegliedert ist und dadurch das schnelle mal Nachschlagen erleichtert, bildet den Schluss.Aufgrund dieser Fülle an grundständigem aber knapp gehaltenem Wissen, mit Hinweisen auf Literatur zur Vertiefung, halte ich diese Einführung von 150 Seiten für eine sehr gelungenes Lehr- und Lernmaterial. Es versorgt den Interessenten mit den dringend notwendigen Grundlagen für einen darauf aufbauenden weiteren Diskurs und bildet somit ein gutes Fundament.