★★★★★
k.A.
12.07.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist ein wahrhaft ergreifendes Erlebnis, das einen tiefen Einblick in die Welt von Ordesa bietet und mich absolut fasziniert. Die Sprache und die Erzählweise sind meisterhaft und transportieren mich direkt in die beeindruckende Landschaft.
Wenn Vilas spanischer Bestseller als Familienroman bezeichnet wird, darf man als Leser deswegen nicht erwarten, mit kuriosen Familienkonstellationen, schicksalhaften Wendungen, oder interessanten Infos über Spanien unterhalten zu werden. Stattdessen schwelgt Vilas in mehr oder weniger alltäglichen Erinnerungen über seine Familie. Ob man Vilas Sprache nun eher als einfach, montoton oder lyrisch ansehen mag, dürfte Geschmacksache sein. Auf jeden Fall gelingt es Vilas, dem Leser ein treffendes Bild einer (Durchschnitts-) Familientradition zu vermitteln (in diesem Fall einer Spanischen Familie, genauso gut könnte die Handlung aber auch in der Schweiz oder Deutschland spielen).In scharfem Kontrast dazu verweist Vilas schon am Anfang seines Buches auf das spanische Königshaus, als beispielhafte Repräsentanten einer globalen Oberschicht. Hat man diese Gepflogenheiten der Oberschicht einmal im Hinterkopf, kreist das Buch um die Traditionslosigkeit durchschnittlicher Lebensläufe. Mag man Traditionslosigkeit anfangs noch nicht unbedingt negativ bewerten, wird der Leser von Vilas im Laufe des Buches wieder und wieder auf die Armseligkeit gestoßen, die eine solche (Un-)Kultur mit sich bringt (Lebenslauf als Spielball des Zeitgeistes - Zeitgeist als Feld, auf das Durchschnittsmenschen anders als die Oberschicht keinen Einfluß haben ). Dies mag auf manchen Leser deprimierend und langweilig wirken, ich fand es sehr erhellend.Fazit: Ungewöhnlicher Inhalt, ungewöhnlicher Stil. Respekt, daß ein derartiges Buch in Spanien zum Bestseller werden konnte.
Nach Lesen einer Rezension in meiner überregionalen Tageszeitung habe ich dies Buch in froher Erwartung runtergeladen. Weder der Stil noch der Inhalt haben mir auch nur ansatzweise gefallen. Wenn dies Werk autobiographisch sein soll, dann handelt es sich bei dem Autor um einen bemitleidenswert kranken Menschen, der um sein Leben schreibt. Bei mir hat das statt Mitleid nur Kopfschütteln ausgelöst.