Schon der Titel spricht mir aus der Seele: „Im Schlepptau“ ist wunderbar bildlich dafür, dass Papa ins Ausland geht und der Familientross hinterher zieht und der Untertitel „Anleitung zum erfolgreichen Expat-Dasein in den USA“ verspricht all die Antworten auf die Fragen, die jede Expat-Mama umtreiben. Wie organisiere ich den Umzug und den neuen Alltag? Wie finde ich am besten Kindergarten, Schule, Sport- und Musikunterricht? Wo kann man was einkaufen? Wie funktioniert das Gesundheitssystem?Jedem Thema merkt man an, dass beide Autorinnen aus eigener Erfahrung sprechen: Stefanie Ball ging für mehrere Jahre mit Mann und drei Söhnen nach New York, Anja Hasenhütl lebte mit Mann und zwei kleinen Kindern in New Jersey. Sie haben alle Hochs und Tiefs des Expat-Alltags durchlebt und sich selbst zurechtfinden müssen. Ihr Buch ist darum ein wahrer Schatz für alle Neuankömmlinge. Neben vielen konkreten Tipps geben sie auch den kulturellen Besonderheiten in den USA viel Raum.Neben all den landestypischen und mamaspezifischen Themen, die man in einem solchen Buch zu Recht erwartet, haben mir zwei Kapitel besonders gefallen, da sie allzu oft vergessen werden: „Den eigenen Kopf mit neuen Inhalten füllen“ und „Bye-bye: Es geht wieder zurück“. Nach der Herkules-Aufgabe, eine Familie zu verpflanzen, wartet auf Expat-Mamas nach den ersten Monaten in der neuen Heimat oft die innere Leere und daheim nach der Rückkehr niemand mehr. Umso wichtiger, dass man im Buch auch Tipps zur Weiterbildung, zum Bewerben und Arbeiten in den USA findet. Und schließlich darf man auch die Heimkehr nach Deutschland nicht unterschätzen. Auch wenn sie keine Reise ins Unbekannte ist, so gilt es doch, sich erneut anzupassen und privat und beruflich den Anschluss zu finden. Hier kommen konkrete Tipps etwas zu kurz, aber das ist wohl primär dem Fokus des Buches geschuldet (Expat-Leben in den USA).Insgesamt ist das Buch thematisch sehr übersichtlich aufgebaut, man kann jederzeit bestimmte Fragen nachschlagen und ist auch nicht gezwungen, es chronologisch durchzulesen (Wer z.B. die allgemeine Einleitung nicht braucht, steigt einfach später ein). Die Struktur orientiert es sich an den einzelnen Phasen der Entsendung – Aufbruch, Ankunft, Einleben, Rückkehr – aber man kann je nach eigenen Interessen überall beginnen. So bin ich beispielsweise beim ersten Blättern gleich an den vielen Kursiv-Passagen im ersten Teil hängen geblieben, in denen andere Expat-Mamas mit ihren Erfahrungen zu Wort kommen. Diese Einblendungen und ein sehr flüssiger Schreibstil machen das Buch zu einer sehr kurzweiligen, leichtfüßigen Lektüre, lebensnah (mit vielen Internetadressen und zwei Checklisten) und ohne viel theoretischen Ballast.Fazit: Unbedingt lesenswert für alle, denen der Sprung über den Atlantik bevorsteht.
Ich habe mir das Buch als "Tipp" gekauft.Nein, ich lebe nicht in Amerika und werde auch meinem Mann da nicht hinfolgen aber - das Buch liest sich gut durch, Es ist auch ohne dieses Vorhaben lehreich und lustig!Ich habe es anschließend nochmal gekauft und einer Freundin geschenkt die mit ihrer Familie in die USA beruflich ausgewandert ist- sie fand es hilfreich -treffend.Toller Geschenketipp!