★★★★★
k.A.
21.08.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch bietet eine tiefgehende und inspirierende Perspektive auf die Erziehung, die sehr berührend und wertvoll ist. Ich empfehle es jedem Elternteil, der nach tieferen Werten sucht.
★★★★★
k.A.
21.08.2026
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Die Druckqualität ist gut und die Schrift ist klar lesbar. Beim Lesen bei gedimmtem Licht ist der Text gut zu erfassen. Die Buchbindung hält das Buch zusammen.
Brutal gedrillte, fundamentalistisch-religiöse Eltern geben ihre Traumata weiter. Wer meint, zu diesem Thema bereits viel gelesen zu haben, wird mit diesem Buch überrascht. Jene Eltern wünschen ihren Kindern nicht das Beste, nein, sie sichern sich ihre angesehene Stellung in der Gemeinschaft, deren Gruppenzwang schon ihnen das Kreuz als Kind brach. Das ist die Kraft, die sie antreibt, blindwütig und gnadenlos.Der Autor weiß, wovon er schreibt, seine Darlegung bleibt sachlich und gut fundiert. Es ist eine Streitschrift für die Kleinsten, es gehört Mut dazu, dies derart zu benennen.Ich wusste nicht, daß eine Beschneidung bei Jungen ohne Betäubung durchgeführt wird. Und wer meint, die brutale Verfahrensweise eines Zeugen Jehovas, der seine Kinder unerbittlich züchtigte, wie Galeski sie zitiert, sei übertrieben oder selten, der irrt. Ich habe es erlitten und an anderen Kindern der Gemeinde beobachtet. Meine Freundin bekam einen Faustschlag ins Gesicht, die Folgen waren als Veilchen lange zu sehen. Sie war 13 Jahre alt und interessierte sich für einen Jungen. Die seelischen Grausamkeiten erwähne ich noch nicht einmal.Mein Fazit: Weg mit Religion und ihrem grausamen Weg, der angeblich zu Gott führt - hin zu einer tragfähigen Ethik, die sich jeder Mensch kontinuierlich erwirbt, statt mit menschenverachtenden Traditionen lebenslang gelähmt zu werden. Keine Toleranz den Intoleranten.
Der Autor beschreibt recht detailliert,was letzten Endes für die gesunde Entwicklung eines Kindes und eine dauerhafte Bindung zu den Eltern notwenig ist.Keinesfalls ist das der fundamentalistische Glaube egal welcher Religion,sondern es geht eher um Werte wie bedingungslose Liebe,Fürsorge und posititive Anerkennung.Die zuweilen weitreichenden psychischen Auswirkungen religiös- fundamentalistischer erzieherischer Verhaltensweisen der Eltern werden auch benannt.Es stellt sich die Frage,wie Erwachsene sich davon befreien können,wenn Sie unter solchen Systemen ,die immer auch geprägt von Schuldgefühlen sind,groß geworden sind.Ein aufrüttelndes Buch,fachlich sehr gut recherchiert.
Vorweg: Ich bin selbst mißhandeltes Opfer aus einer "bibeltreuen" Familie, anders als der Autor jedoch nicht von den Zeugen Jehovas, sondern aus dem evangelikalen Bereich. Deshalb hat mich das Buch interessiert. Am Interessantesten fand ich den Einstieg, in dem es darum geht, wie aus evolutionärer Sicht eigentlich gelingende Geburt und gelingende Kindheit aussehen sollte. Und wie anders es tatsächlich aussieht. In der Form hatte ich noch nie darüber nachgedacht, also für diese Recherchen ein großes Dankeschön.In dem Buch zerlegt der Autor dann auch die drei großen monotheistischen Religionen im Hinblick auf Gewalt und Erziehung, für das Christentum beruft er sich überwiegend auf die Zeugen Jehovas, aber auch der Islam bekommt ordentlich sein Fett weg. Das orthodoxe Judentum fällt abgesehen von der Frage der Beschneidung dabei etwas unter den Tisch.Sehr interessant war für mich auch der Bericht, was ein anderer Aussteiger der Zeugen Jehovas über sein Elternhaus und insbesondere über seinen Vater zu berichten hatte. Wenn man das ganze ZJ-Gedöns dabei wegläßt, kommt mein eigener Vater zum Vorschein. Fast 1:1. Diesen Typus Vater gibt es wohl mehr als einmal...Einen Stern Abzug bekommt das Buch für mich, weil der Autor zu sehr von seiner eigenen Sekte ausgeht bei der Beurteilung, ob man die gewalttätige Erziehung den Eltern oder der Sekte anhängen soll. Er plädiert dafür, die Schuld praktisch nur bei den Eltern zu suchen, und behauptet, in der Sekte könnten auch liberale Eltern ihre Kinder gut erziehen. Vielleicht ist das bei den Zeugen Jehovas so, für unsere evangelikale Sekte stimmt das schon nicht mehr, und es gibt noch weitere Sekten, für die das nicht stimmt. Das geht deshalb nicht, weil das Schlagen der Kinder alternativlose Gemeindedoktrin ist, und selbst Eltern, die das eigentlich nicht wollen, von der Gemeindeleitung dazu gezwungen werden. Ein entsprechendes Zeugnis liegt mir von einer Aussteigerin aus unserer Sekte, die mehrfache Mutter ist, vor (ich selbst habe keine Kinder), außerdem habe ich etwas Vergleichbares auch von einem Aussteiger aus einer anderen Sekte gelesen. Es ist schlichtweg nicht möglich, in solchen Sekten seine Kinder anders als von der Gemeindedoktrin gefordert zu erziehen, sonst fliegt man raus und verliert dabei womöglich noch die Kinder. Deshalb bin ich der Überzeugung, daß das Buch hier zu kurz greift und die Sekten zu sehr aus ihrer Verantwortung läßt. Auch wenn ich es richtig gut finde, daß der Autor ganz klar die Verantwortung der Eltern betont, keine Frage, das ist richtig so, aber man kann den negativen Einfluß der eigenen Gemeindedoktrin nicht einfach weglassen. Wie gesagt, das mag bei den Zeugen Jehovas möglich sein, daß man in dieser Sekte auch etwas neben der Doktrin leben und handeln kann - ich habe von den ZJ keine Ahnung. Aber im evangelikalen Bereich gibt es Sekten, wo das eben nicht geht, und das sollte auf jeden Fall auch angesprochen werden.