Der Mainzer Politikwissenschaftler Siegfried Schumann hat eine auf der gründlichen Auswertung repräsentativer Literatur beruhende Studie vorlegt, die sich zentral mit der Frage nach der Möglichkeit von Bewusstsein unabhängig von Gehirnaktivitäten auseinandersetzt. Damit zusammen hängt die Frage nach der Willensfreiheit des Menschen, deren Beantwortung wiederum zentral für die Diskussion des quantitativen und qualitativen Forschungsparadigmas der empirischen Sozialforschung ist. (...) Der intellektuell redliche Leser wird, auch auf Grund wiederholter Bezüge zu immer noch offenen Fragen, die die Quantentheorie hinterlassen hat, das Buch zumindest mit erheblichen Zweifeln an der Ausschließlichkeit eines reduktionistischen naturwissenschaftlichen Weltbildes aus der Hand legen, das neurologische Korrelate und elektro-chemische Aktivität mit „Ursachen“ verwechselt (...) (aus: Benedikt Maria Trappen, NTE Report 2020)