★★★★★
k.A.
23.07.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist eine fantastische und wichtige Lektüre, die mit großem Humor und viel Wucht gegen Rassismus und rechten Hass vorgeht. Ich empfehle es jedem, der sich für diese wichtigen Themen interessiert.
★★★★★
k.A.
23.07.2026
ean-shopping.de
Gut!
Ich reise gerne und viel und erlebe, wie Touristen von diesem „anderen“ in der Ferne fasziniert sind. Zuhause, in der eigenen Komfortzone, weicht die Faszination dann der Angst.“ „Das wird man doch wohl noch mal sagen dürfen“ höre ich leider auch in der Ferne sehr oft. „German Angst“ bekommt dann für mich eine ganz neue Bedeutung.Danke, dass mir gerade jetzt dieses Buch in die Hände gefallen ist. Da haben sich scheinbar hochkarätige Cartoonisten von Süddeutscher, SPON und taz zusammengetan und klar Stellung bezogen gegen Rechts; aber auch für mehr Mut, mehr Lebensfreude und mehr Neugier auf andere Menschen. Sprachliche Entgleisungen gegenüber Fremden gehören ja teilweise schon zum Alltag; demokratisch gewählte Politiker schüren (nicht nur in USA, auch in Bayern) mit Lügen und Halbwahrheiten weitere Ängste, produzieren Hass und Gewalt.Die Cartoons sind künstlerisch klasse, mehr als unterhaltend, meist bitter und das anfängliche Schmunzeln geht oft in ein gefrierendes Lächeln über. Nachdenkenswert.Warum wird eigentlich so ein Buch nicht mal Lektüre im Kunst- oder Politikunterricht???Anregend und aufregend. Auf jeden Fall reinblättern.
Hatte mir deutlich mehr davon erwartet, da es wirklich geniale Cartoons zu Hutbürgern und Co gibt. Natürlich sind einige dabei, bei denen man doch sehr ins Schmunzeln kommt, doch in Allgemeinen ist der Humor sehr flach. Schade.
Die qualitative Bandbreite der Cartoons verschiedener Zeichner reicht von geschmacklos über klischeehaft bis lustig. Sehr nett und gelungen ist m.E. z.B. der Beitrag von Stephan Baumgarten, wo ein türkischer Vater im Treppenhaus unter dem strengen Blick eines "biodeutschen" Nachbarn seinen Sohn fragt: "Ist das wahr, Yussef? Hast du Herrn Wischnefskis Abendland islamisiert?" Raffiniert sind dabei auch die Details, da der Name Wischnefski auf dessen vermutlich lange zurückliegenden Einwanderungshintergrund aus dem Nachbarland Polen hindeutet.Im Hinblick auf den gesellschaftlichen Diskurs ist die Titel-Etikettierung nicht ganz unbedenklich, da die plakative Bewegung "gegen rechts" Gefahr läuft, mißliebige, aber berechtigte Kritik zu tabuisieren. Während "rechts" als negativ besetzter politischer Begriff gilt, wird z.B. "grün" positiv eingestuft. Tatsächlich jedoch ist nicht nur der Umweltschutz grün, sondern auch die unselige deutsche Beteiligung an den amerikanischen Öl- und Gaskriegen, die durch die Partei der Bündnis-Grünen überhaupt erst ermöglicht wurde (und die eig. nur noch von der Linken kritisiert wird). Des weiteren verdeckt das Herausstellen rechter Kritik sowohl am Islamismus als auch am Islam den Umstand, daß sie auch von linker Seite (Samuel Schirmbeck) oder muslimischer Seite geäußert wird. Der muslimische Islam-Kritiker Hamed Abdel-Samad wird deswegen mit dem Tode bedroht und steht unter Polizeischutz.