Ein neuer Band aus der Reihe: Mein liebstes Kuscheltier und ich, einer gemeinsamen Kooperation des DK Verlags und der Kultfirma Steiff.Theo, den wir schon von seiner ersten Übernachtung ohne Mama und Papa, bei Oma und Opa kennen und sein Kuschelhase Bommel haben eine aufregende Zeit. Alles verändert sich. Mama ist oft müde und es geht ihr nicht gut. Aber keine Sorge, sie ist nicht krank, nein Theo wird großer Bruder, denn Mama ist schwanger! Wenn Mama sich ausruhen muss unternehmen nun Papa, Theo und Bommel was zusammen. Theo weiß anfangs noch nicht so ganz, wie er das finden soll. Gemeinsam schauen sie Fotoalben und sie staunen, wie klein Theo damals war und wie groß Bommel neben ihm wirkte. Im Kindergarten machen im alle Mut und erzählen ihm, wie schön es ist Geschwister zu haben – meistens zumindest. Theo darf sogar mit Mama zur Frauenärztin und mit einem Spezialgerät einen Blick in Mamas Bauch zum Baby werfen. Das finden sowohl Theo als auch Bommel spannend, der natürlich wieder mit dabei ist. Mamas Bauch wir immer größer und Mama immer schwerfälliger. Langsam müssen die Eltern planen, wer eigentlich auf Theo aufpasst, wenn die Geburt losgeht, außer Bommel natürlich!Sehr gut gefällt mir, dass Theo sehr früh in den neuen Lebensabschnitt der Familie eingebunden ist und auch mit zur Ärztin darf. Das erlauben Ärzte aber erst ab einem gewissen Alter, ich meine ab 3 Jahren. Erstaunlicherweise werden Mama und Theo aber nicht von Papa begleitet. Ist er denn gar nicht neugierig? Dafür machen sie sich aber schon Gedanken, wer sich denn um Theo kümmert, wenn es denn so weit ist. Ein liebevolles und zuverlässiges Unterstützungsnetzwerk greift hier ein, so dass Theo keine Angst haben muss, obwohl sein liebster Bommel ihm stets zur Seite steht. Anders als Papa ist er in der Praxis mit dabei und beobachtet alles und kuschelt sich an Theo. Die Illustrationen von Marie Zapf sind sehr detailreich, so dass während des Vorlesens der doch recht langen Texte, die kleinen Zuhörer auch einiges zu entdecken haben.Der Verlag empfiehlt die Reihe ab 3 Jahren, das finde ich nicht thematisch, sondern von der Textmenge her zu früh, ich finde 5 Jahre passender. Die Geschichte ist doch recht textlastig und 3 Jährige haben noch keine so lange Konzentrationsspanne. Da empfiehlt es sich, diese Geschichte auf mehrmaliges Vorlesen zu verteilen. Das Thema interessiert Kita-Kids aber auf jeden Fall, entweder weil sie selbst Geschwister bekommen, oder weil sie es bei ihren Freunden beobachten und sich vielleicht fragen, ob sie nicht auch ein Geschwisterchen bekommen.In der Reihe werden gerade sehr weit verbreitete Kindernamen für die jeweiligen kleinen Helden genommen, so dass sich noch mehr Kinder in den Geschichten wiederfinden. Mein Neffe Theo (er bekommt gerade, genau wie in der Geschichte eine kleine Schwester) stellt sich immer als Theo B. Vor, weil es in der Kita gerade 3 Theos gibt.... Alle kleinen Helden der Reihe besuchen dieselbe Kita, so dass es auch schön ist, in dem Kitateil der Geschichte, wieder bekannte Charaktere wieder zutreffen, wobei wir Theo und seine Familie ja auch schon kennen.Für eine bessere Orientierung ist daher auch wieder eine kurze Vorstellung des fünfjährigen Theo und seines Hasen Bommel mit Bild vorangestellt, zusammen mit einer Übersichtskarte von „Theos Welt“. Also dem Viertel in dem er wohnt, mit der Kita, Theos Haus, dem von Oma und Opa, von Zoe, wichtige Orte in Theos Leben... das finde ich sehr gut, um Kindern einen Eindruck von räumlicher Orientierung und Karten zu vermitteln, auch wirkt es sehr persönlich.Ein schönes Geschenk für werdende Geschwister!
Wer kennt es nicht? Das Kuscheltier, das als treuer Begleiter und Freund überall mitgenommen wird und in herausfordernden Situationen Halt gibt. Gemeinsam mit Steiff ist die Buchreihe „Mein liebstes Kuscheltier & ich“ erschienen. Die Geschichten handeln von „Herausforderungen“, die mit Hilfe des besten Freundes, dem Lieblingsstofftier, gut gemeistert werden.Wie der Titel bereits verrät, geht es in diesem Buch darum, dass Theo ein Geschwisterchen bekommt. Es beginnt damit, dass es Mama nicht so gut geht und Theo mit Papa alleine einen Ausflug macht. Am Abend verkünden die Eltern, dass Theo ein Geschwisterchen bekommt. Gemeinsam sehen sie sich dann Bilder von ihm als Baby an. Im Kindergarten berichten die Kinder mit Geschwistern von ihren Erfahrungen. Daraufhin folgen Zeitsprünge, in denen der Junge auf verschiedene Arten mit dem Thema in Berührung kommt. Einmal treffen sie auf einen Kindergartenfreund, der seinem kleinen Bruder die Flasche geben darf. Ein anderes Mal trifft er im Bus auf ein kleines Mädchen und denkt, dass eine Schwester auch ganz toll wäre. Ihm ist es egal, und seine Eltern möchten sich überraschen lassen. Theo darf seine Mama zu ihrer Untersuchung begleiten. Schließlich ist einige Zeit vergangen, und er wird von der Mama einer Kindergartenfreundin abgeholt und zu den Großeltern gebracht, die auch ziemlich aufgeregt sind. Während der ganzen Zeit und immer wenn Theo sich von dem Thema ein wenig überwältigt fühlt, ist sein Stofftierhase Bommel dabei. Dieser „spricht“ manchmal auch und steht ihm immer bei. Am Ende bekommt natürlich auch das Baby einen Stoffhasen von Theo geschenkt.Meine Erfahrung/Meinung:Die Geschichte und die Illustrationen sind einfach herzig. Mir kam die Geschichte zuerst etwas lang vor, doch mein Bücherwürmchen (2 1/2) hat gebannt zugehört. Mir gefällt es sehr, dass die Kinder der Kindergartengruppe diejenigen sind, die auch in den anderen Büchern vorkommen, und somit die Reihe einen schönen gemeinsamen Kern hat. Mein Kind hat die anderen Kinder gleich erkannt und sie benannt. Auch den Namen des Kuscheltieres kannte es. Solche Wiedererkennungsmomente sind einfach schön und geben Orientierung. Die Schwangerschaft wird hier immer wieder mal angesprochen, und es wird zum Beispiel über Nabelschnur und Fruchtwasser gesprochen, aber wie das Baby entstanden ist und wie es geboren wird, wird nicht thematisiert. Da es in dem Buch jedoch hauptsächlich um die Gefühlswelt von Theo geht und wie ihm sein Kuscheltier Halt gibt, finde ich es nicht schlimm. Dafür gibt es einige andere gute Bücher, wenn so etwas gesucht wird. Siehe Highlight „Aufklärung“. Hier wird der Fokus, wie gesagt, auf die Gefühle und Gedanken gelegt, was ich persönlich ebenfalls wichtig finde. Es ist schön zu sehen, dass auch die Großeltern durch den Wind sind; es zeigt, dass ein gewisses Maß an Aufregung einfach dazu gehört. Man kann mit diesem Buch sicher toll ins Gespräch mit dem eigenen Kind kommen und über dessen Gedanken zum Thema Geschwisterchen reden.