★★★★★
k.A.
08.07.2026
ean-shopping.de
Eine wirklich wunderbare und bewegende Geschichte, die mich tief berührt hat. Die Darstellung der familiären Beziehungen und der Atmosphäre des Ostseestädtchens ist meisterhaft umgesetzt.
★★★★★
k.A.
08.07.2026
ean-shopping.de
Die Taschenbuchausführung ist einfach gehalten, die Papierqualität ist akzeptabel für das Alter des Buches. Die Bindung hält die Seiten in Ordnung, aber an einigen Stellen ist das Papier etwas dünner geworden. Die Lesbarkeit ist gegeben, man muss aber bei der Handhabung etwas vorsichtiger sein.
Was für eine Überraschung! Da bleibe ich anspruchsvolle Vielleserin bei einem so unspektakulär anmutenden, eher schmalen Buch hängen. Lasse den Friseurtermin verstreichen. Gehe nicht ans Telefon. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert!Dabei habe ich das Buch gegen meinen Geschmack ausgewählt; ich habe kein großes Interesse an pommerschen Familiengeschichten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nur weil der mysteriöse dritte Bruder Felix ein Musiker ist, habe ich das Buch eingesteckt. Und plötzlich habe ich so großen Spaß an der Erzählung und weiß gar nicht warum. Der Autor schreibt in klaren, kurzen Sätzen. Keine Sprachspielereien, kein Flirt mit dem Dialekt. Auch die Figuren kommen einem vage bekannt vor. Aber vielleicht liegt es wirklich an der Entwicklung der Personen im Buch: Ganz unspektakulär verhalten die Menschen sich ihrem eigenen Charakter entsprechend. Und nicht so, wie das eine Vielleserin als Klischee erwarten würde.Ich halte das Buch für absolut empfehlenswert und werde sicher noch mehr von Jan Koneffke lesen.
★★★★★
Elkes Literaturwolke
29.06.2023
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Inhaltsangabe:Ausgehendes 19. Jahrhundert: Felix Kannmacher wächst an der pommerschen Ostsee auf, mit einer psychisch erkrankten Mutter und drei Brüdern, die ihn immer wieder spüren lassen, dass er nicht zu ihnen gehört. Denn die Mutter hat ihn stets als Schlangenkind bezeichnet. Sein Vater, Schulmeister und Anhänger von Kant, gibt sein Bestes, um aus allen gute junge Männer zu erziehen.Einzig die Liebe zum Klavier hält Felix aufrecht und so erlebt er eine Odyssee an schicksalhaften Begegnungen, die ihn aus Freiwalde hinausführt und über halb Europa geleitet, während die politischen Ereignisse auch ihn und seine Lieben prägen.Mein Fazit:Eine Rezension zu dieser Geschichte zu verfassen ist für mich äußerst schwierig. Denn auf den 320 Seiten wird viel erzählt, fast schon in Stammtischmanier und doch ist alles nicht richtig greifbar!Viele Menschen nehmen Raum ein, die Felix‘ Leben mit bestimmen. Zwar erzählt das Buch die Geschichte der gesamten Kannmacher Familie, aber eigentlich wird ganz Freiwalde erwähnt. Ein kleines Örtchen an der Ostsee, das dem kulturliebenden Menschen kaum etwa bietet. Fast nach dörflicher Manier kennt hier jeder jeden.Der Erzählstil ist so, als würde mein Opa bei Kaffeetisch die abstrusen und haarsträubenden Anekdoten zum Besten geben. Kaum Dialoge begleiten den Leser. Ich hatte damit so meine liebe Mühe, lockert Dialoge doch die langen und ausschweifenden Sätze auf.Der Autor beweist große Erzählkunst, die ich so jedoch nicht richtig genießen kann. Daher vergebe ich drei Sterne und eine klare Lese-Empfehlung für diejenigen, die mit dieser Art des Erzählens keine Probleme haben.
Es ust eine schöne Geschichte, aus der man eine echte Erzählung hätte gewinnen können. Leider kann der Autor gar nicht schreiben, bzw. er tut es auf diese holzschnittartige Weise, die mich an Romane aus den 70er Jahren erinnern. Ein Beispiel: "Wer mich schlafen legte, bekam ich nicht mit. Ich versank in dem riesigen Bett mit seiner weichen Matratze wie in einer Wolke.Tief in der Nacht weckte mich ein Gewitter. Blitze tauchten das Dachbodenfenster in grelles Weiß, und bei einem Donnerschlag schob ich moch zu meinem Vater. Er kam mit seinem Schnarchen nicht an gegen peitschenden Regen und knatternden Wind". Oh je... da ist echt was durchgegangen mit ihm beim Schreiben. Diese unglückseligen, sperrigen und gänzlich unnötigen Metaphern verunmöglichten mit teilweise das Weiterlesen. Ich musste mich wirklich durchkämpfen.