★★★★★
k.A.
03.06.2026
ean-shopping.de
Das Buch ist eine nette Geschichte mit einer interessanten Prämisse, aber die Handlung wirkt etwas vage und die Qualität der Darstellung könnte verbessert werden.
Das Buch entführt die Leser auf eine magische und geheimnisvolle Reise in die Vergangenheit und zugleich in die Abgründe menschlicher Beziehungen.Die Protagonistin Sophie steht im Mittelpunkt des Geschehens und wirkt von Anfang an authentisch und sympathisch.Auch die Rückblenden in ihre Jugendjahre zeigen die Entwicklung ihrer Beziehung und erzeugen einen starken emotionalen Hintergrund. Dabei entfaltet sich eine Geschichte voller Geheimnisse, Intrigen und unerwarteter Wendungen.Besonders faszinierend ist die Darstellung der Figur Emilia. Ihre rätselhafte Art und ihre Libellenzucht verleihen der Geschichte eine zusätzliche mystische Komponente.Ein weiterer Höhepunkt des Buches ist die detaillierte Beschreibung der Libellenzucht und des Dschungellabors. Die Schönheit und Fragilität dieser Kreaturen wird lebendig dargestellt und verleiht der Geschichte eine zusätzliche Ebene der Poesie.Ein fesselnder Roman, der den Leser in eine magische Welt entführt. Mit einer packenden Handlung, geheimnisvollen Charakteren und einer atmosphärischen Kulisse.
Emilia, Sophie und Noah - einst eine Verbindung aus der Kindheit, die nichts und niemand trennen kann. Doch nach Jahren bricht dieses Kleeblatt auseinander und jeder geht seine eigenen Wege. Nach dem plötzlichen Tod von Noahs und Emilias Eltern kehrt Sophie in die Villa zurück, die ihr als Kind so etwas wie ein zweites Zuhause gewesen ist. Doch nicht nur die alten Gemäuer haben sich verändert, auch Emilia, die nach dem Verschwunden von Noah sich ganz ihrem Hobby, den Libellen, widmet. Dabei bleibt sie genauso stumm wie die schillernden Tiere und verbirgt ein Geheimnis, das Sophie ergründen muss, um endlich ihr Leben leben zu können...Trauer, Verrat, Verlust und eine unglückliche Leibe sind normalerweise echte Zugpferde, wenn es um mitreißende Romane geht, die die Gefühlsebene der Leser ansprechen. Stellenweise ist dies auch der Autorin geglückt, aber so ganz will der Funke einfach nicht überspringen.Sophie hat nie den Schritt aus der Kindheit so richtig gewagt, klammert sich an der Vergangenheit und an ihren großen Gefühle für Noah fest und merkt dabei nicht, wie sehr sie den Menschen in ihrer näheren Umgebung die Luft mit ihrer Umklammerung abschnürt.Ich für meinen Teil wunder mich nicht, dass Noah damals die Reißleine gezogen und das Weite gesucht hat. Sophie ist einfach zu sehr auf ihn fixiert, als dass sie ihn und eine Gefühle verstehen könnte.Emilia ist schon ein komischer Vogel - sehr exzentrisch, mit einem doch recht querschädeligen Dickkopf versehen und sie schert sich weder um Konventionen, noch um sonst irgendetwas. Sie zieht ihr Ding einfach durch...dabei eckt sie oft an, aber genau das macht ihre Figur interessant.Die Geschichte ist Gegenwart und Rückblenden erzählt, zeigt die Entwicklung der Freunde, die sich als Geschwister im Geste sehen, und deckt die ein oder andere Komplikation auf, die sie umschiffen müssen. Aber hauptsächlich dreht sich alles um Sophie, die mit ihrem gebrochenen Herzen erst einmal klar kommen muss und dann erkennt, dass ihr Herz schon lange eine Entscheidung getroffen hat, die im Kopf noch nicht angekommen ist.Die Story liest sich recht ruhig, ohne große Aufreger und wird durch häufige Wiederholungen künstlich in die Länge gezogen. Auch verliert sich Sophie ganz oft in ihren Gedanken, die ins Nichts führen und für wenig neue Erkenntnis sorgen. Es ist relativ schnell zu erkennen, in welche Richtung sich die Romanze entwickeln wird und so ist es keine große Überraschung, zu wem sich Sophie am Ende des Buches hingezogen fühlt.Zwar kommen die titelgebenden Libellen öfter vor, aber mit der filigranen Schönheit, der Leichtigkeit und den schillernden Farben der Tiere hat weder Sophie etwas gemein, noch finde ich diese Merkmale in der Geschichte wieder.Alles in allem eine nette Lektüre, deren Cover mehr verspricht, als der Inhalt letztendlich halten kann.