Schöne Anregungen, macht Spaß auszuprobieren. Vielleicht ein Tipp: eine andere Bindung für das Buch, damit man es besser aufgeschlagen liegen haben kann.
Die Faltmethode von Frau Cohen funktioniert in meinem Fall nur in wenigen Fällen.Für meine Wühlschublade, wo ich z.B. meine Pyjama-Hosen einfach so reinpfeffere und die deshalb kaum noch zuging, einwandfrei. Vor allem weil die Hosen aus Satin/Seide sind und damit voll rutschig. Da ist jetzt die halbe Schublade leer und ich weiß gar nicht was ich mit so viel Platzersparnis machen soll ;o). Die Auswahl welche Hose ich anziehe ist jetzt aber vereinfacht – ein Blick und rausziehen und die schönere Optik, wenn man die Schublade aufzieht, ist natürlich auch nicht zu verachten.Doch bei meinen restlichen Sachen, die ich alle in der Rolltechnik aufbewahre, funktioniert die Falttechnik nicht besser. Ich habe hohe Schubladen und die gefalteten Sachen sind alle niedrig und brauchen dadurch mehr Platz. Nach der Falttechnik habe ich in solcher Art von Aufbewahrung hinterher sogar noch weniger Platz – im Bild sichtbar, die hinterste Reihe (schwarzweiße Tops) passte schon gar nicht mehr rein.Also für Wenigbesitzer, Regalstapler und niedrige Schubladenhaber ist diese/s Methode/Buch empfehlenswert.Das Buch ist in 7 Kategorien unterteilt und zeigt meines Erachtens alle Varianten an Klamotten auf, die man falten kann/sollte. Feine Sachen, die man aufhängen muss, damit die faltenfrei bleiben sind natürlich ausgenommen.Jedes Kleidungsstück wird Schritt für Schritt gezeigt und erklärt.Besonders tricky war und ist die Sache mit den Spannbetttüchern. Aber auch das habe ich nach 1-2 Anläufen einwandfrei hinbekommen. Doch auch bei denen ist für meinen Schrank die Rolltechnik immer noch die Platzsparendere Variante.
★★★★★
Fuchs Werner T. Dr
19.06.2023
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Es ist wirklich erstaunlich, welche seltsame Blüten die Dienstleistungsgesellschaft treibt. Natürlich wäre ich als Kind nicht dagegen gewesen, das Zimmer nie selber aufräumen zu müssen. Und als Lehrer habe ich in den Skilagern den Kampf gegen chaotische Mädchenzimmer regelmäßig verloren. Bei den Jungs sah es immer besser aus. Aber das will ja niemand wissen. Faltspezialisten begegnete ich zum ersten Mal im Militär. Dort wurde sogar sanktioniert, wer sich nicht an die Millimeterordnungen hielt.Bestraft wird bei Janelle Cohen niemand. Zumal sie es als persönliche Belohnung sieht, wenn alles genau an seinem Platz ist. Für sie selber sei Falten sogar eine Therapie, gesteht sie in der Einleitung. Dabei stellt sie die Frage „Was hat denn die für ein Problem?“ gleich selber, bleibt jedoch die Antwort schuldig. Vom Faltdrang wurde Janelle Cohen schon sehr früh überfraut, nämlich im Alter von zwei Jahren.Aus Verrücktheiten ein Geschäftsmodell zu machen, ist nicht die schlechteste Strategie. Denn in der Marketingsprache besetzt man damit mit großer Wahrscheinlichkeit eine Nische. Allerdings hätte ich nie gedacht, dass die Lücke groß genug ist, um ein Unternehmen mit mehreren Angestellten betreiben zu können. Nicht nur als Faltexpertin, sondern als Aufräumexpertin.In diesem Buch geht es jedoch ausschließlich ums Falten. Nach zwei Seiten „Technik“ folgen drei Seiten „Grundregeln des Faltens“ eine Seite „Falten und Aussortieren“ sowie ein Glossar. Danach geht’s in die Vollen. Basic, Feminin, Maskulin, Baby, Kind, Wäsche und Reisen lauten die entsprechenden Kapitel. Und für alle, die schon beim Kategorisieren scheitern, gibt‘s am Schluss ein ausführliches Register.Mein Fazit: Für mich als Gelegenheitsfalter ein klassisches Beispiel für unsere ausufernde Dienstleistungsgesellschaft. Aber weil ich nichts gegen Nischenprodukte habe und schön gestaltete Bücher gerne weiterempfehle, gibt es vier Bewertungssterne.